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Streamlines – Ozeane, Welthandel und Migration


06. Februar 2016 (15.00 Uhr - 16.30 Uhr)

Endlose Weiten, unermessliche Tiefen und viel, viel Masse: Ozeane umschließen die Kontinente, verbinden ferne Länder und bergen eigene Lebensräume. Sie sind so groß und vielfältig, dass sie auch der „sechste Kontinent“ genannt werden. Die Metapher vom Meer dient seit alters her als Paraphrase einer unbeherrschbaren Welt und das Sinnbild von der Seefahrt als Beschreibung menschlicher Lebensführung. Heute verbinden sich mit den Weltmeeren vor allem Fragen der Weltwirtschaft und Warenströme, der Migration und Menschenmassen, der Geopolitik, Globalisierung und Gesetzgebung.  

Fünfzehn künstlerische Projekte zu Seewegen, Flucht, Hafen und Welthandel, u.a. von den documenta-Künstlern Kader Attia, Ulrike Ottinger und Alfredo Jaar, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Streamlines“ in den Deichtorhallen Hamburg. Ausgangspunkt ist der Hamburger Hafen, die geographische Lage der Hansestadt als „Tor zur Welt“. „Streamlines“ ist eine Einladung, die an zeitgenössische Künstler aus verschiedenen Teilen der Welt gerichtet wurde, bei denen eine enge historische Handelsverbindung mit dem Hamburger Hafen besteht, darunter Asien, Lateinamerika, Afrika und natürlich auch Europa.

Die hochkarätig besetzte Ausstellung macht die Ozeane zum metaphorischen Fokus, um die kulturellen Auswirkungen des globalen Warenstroms und Handels vom Süden in den Norden zu untersuchen. Sie regt ein Nachdenken darüber an, welche Rolle die Ozeane spielen, wie man soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheiten durch die Weltmeere veranschaulichen und den Status unsichtbarer Grenzen und den Begriff Eigentum in Bezug auf die Ozeane verstehen kann. Wie deutet man Migrationsströme? Wer erlässt Gesetze für dieses zwischen allen Ländern liegende Gebiet? Wie zieht man Grenzen auf einem nicht eingrenzbaren Fluidum wie den Weltmeeren?

FÜHRUNG Streamlines – Ozeane, Welthandel und Migration
LEITUNG Jeff Turek
ORT Deichtorhallen Hamburg / Halle für aktuelle Kunst
TERMIN Samstag, 6. Februar 2016, 15-16.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 15 Euro inkl. Eintritt, Studierende bis 30 Jahre 12 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro