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Fluidity


30. März 2016 (18.30 Uhr - 20.00 Uhr)

1968 schrieb die New Yorker Kunsthistorikerin Lucy Lippard ihre wegweisende Anthologie zur Entwicklung der Konzeptkunst. Mit erstaunlicher Scharfsichtigkeit analysierte Lippard ihre eigene Zeit und stellte eine schleichende „Dematerialisierung“ der Kunst fest. Denn Konzeptkunst, das war die Kunst, die nur noch im Geist stattfand, von der Idee ausging und eigentlich auf jegliche materielle Ausführung verzichten konnte.

Dahinter stand jedoch nicht einfach, wie es zunächst scheinen mag, ein Sieg des Idealismus über den Materialismus, sondern auch eine Öffnung des geschlossenen Kunstfeldes, um den gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Entwicklungen gerecht zu werden. Eine Verflüssigung der Grenzen war die Folge, die sich bis heute durchzieht.

Der Kunstverein in Hamburg geht nun diesen Entwicklungen nach und untersucht die Folgen der Konzeptkunst für die Gegenwart. Die Ausstellung „Fluidity“ versammelt drei Generationen von Konzeptkünstlern und solchen, die von ihr stark geprägt sind. Denn auch heute werden die Grenzen von Werten und Währungen immer fließender und auch die gesellschaftlichen Bedingungen von Arbeits- und Kommunikationsprozessen immer entmaterialisierter – bis hin zu den „Digital Natives“, die neue Antworten auf diese Fragen suchen. Die Leiterin des Kunstvereins, Bettina Steinbrügge, wird uns durch die Ausstellung führen.

Mit Arbeiten von Sarah Abu Abdallah, Heba Amin, Eleanor Antin, Darren Bader, Tyler Coburn, Simon Denny, Jason Dodge, Maria Eichhorn, Dora Garcia, Liam Gillick, Melanie Gilligan, Goldin+Senneby, Pierre Huyghe, Roberto Jacoby, Hanne Lippard, Lee Lozano, Mathias Poledna, Mladen Stilinovic, Ubermorgen.

KURATORENFÜHRUNG Fluidity
LEITUNG Bettina Steinbrügge
ORT Kunstverein in Hamburg
TERMIN Mittwoch, 30. März 2016, 18.30 bis 20 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende bis 30 Jahre 9 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro