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Manet – Sehen. Der Blick der Moderne

Führung mit
09. Juni 2016 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)

Der Blick ist nicht nur eine passive Handlung. Denn was wir sehen, blickt auch zurück. Es macht etwas mit uns. Jean-Paul Sartre hat dies eindrücklich beschrieben, und in der Kunstgeschichte gilt schon seit langem der Grundsatz, dass ein Werk immer auch im Auge des Betrachters entsteht. 

Kaum ein anderer hat Blick und Gegenblick eindrücklicher inszeniert als Édouard Manet (1832–1883). Das Sehen avancierte im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Themen urbaner Identität. Der Blick der Menschen wurde von neuen Sichtachsen geprägt, die Stadt als Bühne begriffen: Schaufenster, Mode, Medien, Lichtermeere und Leuchtreklamen amalgamierten sich zum Spektakel des modernen Lebens.

Manet, der Maler dieses modernen Lebens, inszenierte aber nicht nur den Blick des Flaneurs und das Sehen der Stadt, sondern spielte auch mit dem Blick des Betrachters seiner Bilder. Seine Protagonisten scheinen mit ihren Blicken dem Betrachter regelrecht zu antworten, ihn unmittelbar herauszufordern und damit den Raum auch vor dem Bilde mit zu besetzen. 

Durch alle Schaffensphasen hindurch versammelt die Ausstellung „Manet – Sehen. Der Blick der Moderne“ nicht nur zentrale Meisterwerke in einer sensationellen Fülle, sondern richtet auch einen wirklich neuen Blick auf einen der bekanntesten Wegbereiter der Moderne. 

KURATORENFÜHRUNG Manet – Sehen. Der Blick der Moderne. 
LEITUNG Dr. Daniel Koep
ORT Hamburger Kunsthalle 
TERMIN Donnerstag, 9. Juni 2016, 19 bis 20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende bis 30 Jahre 9 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)