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Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters


09. November 2017 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)
abgesagt

Der Kunstmarkt boomt. Er scheint sich geradezu selbst zu überbieten. Ein Superlativ jagt den nächsten: Nahezu täglich lesen wir von gigantischen Projekten, kolossalen Coups und spektakulären Summen. Typisch Turbokapitalismus, möchte man meinen. Doch so ganz stimmt das nicht, wie eine Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zeigt.

Bereits in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts gelangte der Kunstmarkt zur vollen Blüte. Damals war es das erstarkende Bürgertum, das sich Kunst zunehmend leisten konnte. Die Künstler waren nicht mehr abhängig von den Aufträgen von Adel und Kirche, sondern konnten frei ihre Sujets wählen.

Stillleben waren das vor allem, Landschaften und häusliche Genreszenen, in denen die Bürger sich und ihre Umgebung spiegeln konnten. Den Forderungen des Marktes entsprechend, veränderten sich auch Techniken und Produktionsweisen: Künstler und ihre Werkstätten spezialisierten sich auf einzelne Motive wie etwa Fluss- und Seelandschaften, Jagd- oder Prunkstillleben oder alltäglich-häusliche Szenen und machten diese zu ihren Markenzeichen. Die Folge dieser veränderten Marktbedingungen war die Entstehung eines Kunstmarktes mit heiß begehrten Maler-Stars, deren Werke Höchstsummen erzielten. Aber auch für wenige Gulden konnte man bereits Kunstwerke erstehen.

Wir wollen mit Katharina Ferus den Wechselwirkungen zwischen Markt und Kunst in den Niederlanden des „Goldenen Zeitalters“ nachgehen, die das aktuelle Marktgeschehen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

FÜHRUNG Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters
LEITUNG Dr. Katharina Ferus
TERMIN Donnerstag, 9. November 19-20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 15 Euro (inkl. Eintritt), Studierende bis 30 Jahre 12 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro