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Andreas Gursky: Ohne Titel XIII (Mexico), 2002

Treffpunkt: Gegenwart mit Ulrich Rüter, M. A.
27. Oktober 2016 (19.30 Uhr - 20.30 Uhr)

So perfekt, so vielfältig, so bunt wurde Abfall selten gesehen: ein wogendes Meer an Weggeworfenem, an Überflüssigem, Schmutzigem, Kaputtem. Und doch entfaltet das Photo von einer mexikanischen Mülldeponie eine geradezu barocke Schönheit. Der anbrandende Materialstrom, der sich aus dem Hintergrund in Richtung des Betrachters nach vorne zu ergießen scheint, bietet eine Fülle von Details. Das spannungsreiche Spiel zwischen dem Gesamteindruck und dem Detailreichtum ist typisch für viele Aufnahmen des Düsseldorfer Photographen Andreas Gursky (*1955).

Als einer der wichtigsten Vertreter der so genannten Becher-Schule zählt er zu den bekanntesten und zugleich erfolgreichsten zeitgenössischen Photographen weltweit. Die konzeptionelle und serielle Arbeitsweise seiner Lehrer Bernd und Hilla Becher, die das Dokumentarische der Photographie betonten, hat Gursky thematisch wie formal durch den Einsatz der Farbe entscheidend erweitert. Vor allem aber ist es auch die digitale Bearbeitung, die den Großformaten Gurskys eine geradezu  hyperrealistische Präsenz gibt, die schon wieder ins Artifizielle umschlägt. Die Verbindung von dokumentarischer Inventarisierung der Welt mit künstlerischer Interpretation wollen wir gemeinsam mit Ulrich Rüter herausarbeiten.

TREFFPUNKT: GEGENWART: Andreas Gursky: Ohne Titel XIII (Mexico), 2002
LEITUNG Ulrich Rüter
TERMIN Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19.30 bis 20.30 Uhr
ORT Galerie der Gegenwart
TREFFPUNKT: Vor dem Shop der Freunde am neuen Eingang
KOSTENBEITRAG kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich, Nicht-Mitglieder zahlen den Eintritt in die Kunsthalle

 Ulrich Rüter, M. A.
Ulrich Rüter, M. A.
Photohistoriker; Studium der Kunstgeschichte in Hamburg und Wien. Er arbeitete für verschiedene Museen, zuletzt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek Berlin. Seit 2013 freier Kurator und Dozent in Hamburg.