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Wiedereröffnung des Landesmuseums in Münster: „Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere“

Tagesfahrt mit Dorith Will, M. A.
14. Februar 2015

Mit den großen Namen der britischen Nachkriegskunst feiert des LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster nach fünfjährigem Umbau seine glanzvolle Wiedereröffnung. Zu sehen sind über 100 Arbeiten von 16 Künstlern, denen allesamt die Hinwendung zur gegenständlichen Kunst gemeinsam ist. In einer Zeit, in der die Abstraktion in Europa vorherrschend war, entschieden sie sich für die figurative Malerei.

„Warum nicht das eigene Leben malen?“ – Mit diesen Worten ermutigte beispielsweise R. B. Kitaj seinen Freund David Hockney, wieder gegenständlich zu arbeiten – gegen den allgemeinen Trend. Und Francis Bacon begriff seine Auseinandersetzung mit der westlichen Malereitradition als Arbeit am „Mysterium der Wirklichkeit“. Die Ausstellung mit dem Titel „Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere. Malerei in London 1950–80“ zeigt neben Porträts, Aktdarstellungen, Stadtlandschaften und Interieurs den malerischen Zugriff auf eine packende Lebenswirklichkeit im London der Nachkriegszeit. Ein wichtiger Aspekt der Schau ist überdies der Dialog der Künstler untereinander – so saßen sie sich gegenseitig Modell und tauschten sich intensiv über ihre Erfahrungen mit experimentellen Techniken aus.

Neben der Eröffnungsausstellung widmen wir uns ausführlich dem von Staab Architekten Berlin entworfenen, großzügigen Neubau sowie der beeindruckenden ständigen Sammlung, die von der mittelalterlichen Sakralkunst Westfalens über Renaissance, Barock und das 19. und 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht und in 51 neuen Räumen ihren Platz gefunden hat. Die Inszenierung ist dabei trotz der chronologischen Anordnung höchst abwechslungsreich; einzelne Werkgruppen sind besonders hervorgehoben, so etwa die Bilder August Mackes oder die sakralen Skulpturen, die mit Blick auf den Domplatz präsentiert werden – dem Ort, wo sie früher selbst einmal standen.

LEITUNG Dorith Will, M. A.
TERMIN Samstag, 14. Februar 2015
KOSTENBEITRAG 116 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 20 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse inkl. Reservierung ab/an Hamburg, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
Anmeldung erforderlich

 Dorith Will, M. A.
Dorith Will, M. A.
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft in Hamburg und Florenz. Seit 2000 als freie Mitarbeiterin in der Hamburger Kunsthalle tätig. Schwerpunkte sind neben der Kunstgeschichte vor den Originalen die Entwicklung der Kunst seit 1960 und deren Materialaspekte sowie ästhetische Fragestellungen.