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Kirchen in Hamburg. Teil IV: Die Geschichte Ottensens und seiner Kirchen – von der Christianskirche zur Osterkirche

Stadtrundgang mit Dr. Gabriele Himmelmann
09. Juni 2015 (14.00 Uhr - 17.00 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten diese Exkursion alternativ auch am 23. Juni 2015 an.

Das Dorf Ottensen stand seit 1640 unter dänischer, seit 1866 unter preußischer Herrschaft; 1889 wurde es in die Stadt Altona eingemeindet. Als bedeutendster Sakralbau Ottensens gilt die barocke Christianskirche. Noch bevor in Altona 1742 mit dem Bau der Hauptkirche Sankt Trinitatis begonnen wurde, errichtete man von 1735 bis 1738 in Ottensen nach Plänen von Otto Johann Müller die nach dem seit 1730 regierenden König Christian VI. benannte Kirche. Reizvoll an der Elbe gelegen, ist sie auch für ihren Friedhof bekannt, der wohl bereits ab 1537 für Bestattungen genutzt wurde. Bis heute finden sich hier Grabmäler aus den vergangenen Jahrhunderten, darunter auch das Grab des berühmten Dichters der Aufklärung, Friedrich Gottlieb Klopstock.

Nach einer ausführlichen Begehung geht es weiter zur Ottenser Osterkirche, die architektonisch den Hamburgischen Expressionismus wie auch das „Neue Bauen“ in sich vereint. 1931 erbaut, stellt sie ein spannungsreiches Dokument der Moderne dar. Den Rundgang beschließt eine Besichtigung der 1898 eingeweihten, von dem Otzen-Schüler Fernando Lorenzen erbauten neogotischen Kreuzkirche. Gelegen an heute verkehrstechnisch exponierter Stelle – der Kreuzung Behringstraße / Hohenzollernring –, repräsentiert sie eine typische Stadtkirche der Gründerzeit.

Auf unseren Wegen zu den Kirchen wird auch die Geschichte Ottensens anschaulich erfahrbar. Erhaltene „Sahlhäuser“ und noch vorhandene Wegeführungen erzählen von alten Dorf- und Wohnstrukturen, ehemalige Gewerbebetriebe und Fabriken künden von dem Wirtschaftsboom, den Ottensen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte, und in dessen Zuge vor allem Zigarren-, Fisch- und Maschinenfabriken entstanden.

LEITUNG Dr. Gabriele Himmelmann
TERMIN Dienstag, 9. Juni 2015, 14 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 20 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr. Gabriele Himmelmann
Dr. Gabriele Himmelmann
Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften; seit Jahren freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig, u. a. regelmäßig für die Freunde der Kunsthalle. Außerdem Lehrbeauftragte für Kunstgeschichte am Institute of Design, der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg sowie an der TU Hamburg-Harburg.