Toggle Menu

Streetart in der Schanze

Stadtrundgang mit Oliver Davis Nebel
29. September 2015 (15.00 Uhr - 17.30 Uhr)
ausgebucht

Es ist schwieriger, einen Strich mit einer Spraydose zu ziehen als einen Sahnekringel auf eine Torte zu spritzen. Obwohl die Streetart längst nicht nur Kult-, sondern auch Kunststatus erlangt hat, wird sie immer noch mit Argwohn betrachtet. Schließlich sind Spraydosen keine Pinsel und S-Bahn-Waggons, Brücken und Brandwände keine Leinwände.

Dennoch steht Streetart hoch im Kurs – nicht nur bei Aufsehen erregenden Auktionen, sondern auch im Bewusstsein der Bevölkerung. Wenn ein Werk des Streetart-Stars Banksy zerstört wird wie in diesem Winter in Hamburg, geht ein Aufschrei durch die Medien.

Doch was ist eigentlich genau Streetart und was Graffiti? Was ist Kunst, was Protest und was Vandalismus? Wann benutzt man Schablonen, wann sprayt man frei Hand? Wann werden Buchstaben, wann Bilder eingesetzt? Was sind Tags, Paste Art, Stencils und was ist Werbung? Und wo liegt der Unterschied zwischen Graffiti und Graphik?

Diesen Fragen wollen wir auf einem Rundgang zur Streetart mit Oliver Davis Nebel nachgehen. Rund um die Schanze werden wir unterschiedliche Beispiele studieren, die Philosophie verschiedener Gruppen und Stile erkunden und subversive Eigenregie mit Auftragsarbeiten vergleichen. Der Wandel von ephemeren Interventionen zu dauerhaften Installationen, der Weg von der Straße in die Galerie wird uns ebenso beschäftigen wie der von der Steinwand auf die Leinwand. Wir werden uns der Geschichte und Gegenwart der Straßenkunst widmen, Galerien und Geschäfte zum Thema besuchen und schließlich auch selbst zur Spraydose greifen.

LEITUNG Oliver Davis. Nebel
BEGLEITUNG Veronika Schöne, M. A.
TERMIN Dienstag, 29. September 2015, 15 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Studierende bis 30 Jahre 1518 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

Oliver Davis Nebel
geb. 1972, bewegt sich seit 30 Jahren nicht nur in der Welt der Street Art, sondern ist auch Teil von ihr. Er kennt die Straßenkunst aus Zeiten, als sie nur Kult war und hat ihren Wandel zur Kunst ebenso miterlebt wie die Grenzüberschreitung zum Kommerz. Er arbeitet als Vermittler, aber nach wie vor auch Sprayer und als Graphiker.