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Großstrukturen im Vergleich. Die Siedlungen Neu-Allermöhe und Mümmelsmannsberg

Stadtrundgang mit Dr. Sylvia Necker
17. Juni 2017 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)

Mit Großsiedlungen assoziieren die meisten zunächst Beton, soziales Ghetto und Hässlichkeit. Beispiele in Hamburg gäbe es genug: Man müsse nur einmal nach Steilshoop, Osdorfer Born oder in die Siedlung Mümmelmannsberg fahren. Doch sind Großstrukturen wie diese nicht allein Ende der 1960er Jahre entstanden – verdichteter bzw. aufgelockerter Siedlungsbau gehört vielmehr zur Geschichte des Wohnungsbaus der letzten 150 Jahre.

In unserem Rundgang schauen wir uns zwei Zeitschichten an: die Großsiedlung Mümmelmannsberg aus den 1960er Jahren und die benachbarte Siedlung Neu-Allermöhe aus den 1980er und 90er Jahren. Beide befinden sich im Osten der Stadt, beide starteten als Neu-Erfindung des Wohnungsbaus und waren mit utopischen Zielen aufgeladen. Vor allem die Idee einer sozialen Mischung sollte die beiden Siedlungen zu „best practice“-Beispielen machen. Heute jedoch wird Neu-Allermöhe als sicherste Siedlung Hamburgs beworben, während Mümmelmannsberg wie viele andere Großsiedlungen aus den 1960er Jahren mit einem schlechten Ruf zu kämpfen hat.

Der Vergleich der beiden Großstrukturen soll zeigen, wie unterschiedlich die beiden Siedlungen mit Auflockerung und Verdichtung, mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Grün- und Freiräumen sowie mit der Infrastrukturplanung wie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kulturzentren umgegangen sind. Welche Vorbilder aus dem europäischen Städtebau und der Stadtplanung lassen sich in beiden Siedlungen finden? Welche Stadtteilentwicklungsideen standen damals im Mittelpunkt und mit welchen Zielen werden Neu-Allermöhe und Mümmelmannsberg heute weiterentwickelt?

LEITUNG Dr. Sylvia Necker
BEGLEITUNG Dr. des. Veronika Schöne
TERMIN Samstag, 17. Juni 2017, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Studierende bis 30 Jahre 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro
Anmeldung erforderlich

Hinweis: Der Transfer zwischen beiden Siedlungen erfolgt mit öfftl. Verkehrsmitteln. Innerhalb der Siedlungen werden auch längere Strecken zu Fuß zurückgelegt.

Dr.  Sylvia Necker
Dr. Sylvia Necker
Sylvia Necker hat Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Hamburg studiert. Nach beruflichen Stationen in Hamburg und Kiel sowie am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner seit 2014 Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden. Dissertation über das Hamburger Architekturbüro Gutschow; Ausstellungen, Vorträge, Führungen und Seminare zur Architektur- und Stadtgeschichte sowie zur jüdischen Geschichte.