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Krankheit als Metapher. Das Irre im Garten der Arten


04. November 2014 (18.00 Uhr - 20.00 Uhr)
ausgebucht

Was ist krank und was gesund? Krank ist meistens das, was von der Norm abweicht, und diese wird wiederum von der Gesellschaft bestimmt. Galt beispielsweise der Wahnsinn noch in der Renaissance als nahezu göttliche Eigenschaft des begabten Genies, so wird er heute eher als störend empfunden. Krankheit verhindert Anpassung, Leistung und Erfolg - die Tugenden einer neoliberalen Gesellschaft, die immer höher, schneller, weiter will.

Dabei häufen sich die Hinweise auf eine gnadenlose Überforderung. Schon lange ist bekannt, dass Multitasking eine Mär ist und Mobilität ein Mythos. Ständige Verfügbarkeit, stetige Flexibilität und allzeitige Bereitschaft erhöhen den Druck auf die Menschen. Selbst der Begriff Burn-Out kaschiert eigentlich eine tiefe Depression als Leistung - denn wer ausgebrannt ist, hat schließlich vorher gebrannt für das, was er tut.

Das Projekt Krankheit als Metapher. Das Irre im Garten der Arten beschäftigt sich aus der Sicht der Kunst mit der Frage nach der Grenze zwischen Normalität und Abweichung. Eine Ausstellung im Kunsthaus, eine Filmreihe, ein Symposium und einige Außenprojekte problematisieren den Selbstoptimierungswahn und die Stigmatisierung von seelischen Nöten als Versagen oder Defekt. Die Kuratorin Britta Peters wird uns das Projekt vorstellen und durch die Ausstellung führen.

FÜHRUNG Krankheit als Metapher. Das Irre im Garten der Arten
LEITUNG Britta Peters
TERMIN Dienstag, 4. November 2014, 18 bis 20 Uhr
ORT Kunsthaus Hamburg
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende bis 30 Jahre 9 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro