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Von Hamburg in die Welt. Die Fotografin Leonore Mau


18. April 2017 (16.00 Uhr - 17.00 Uhr)

Lange stand sie im Schatten ihre Lebens- und Reisepartners Hubert Fichte: die 2013 verstorbene Hamburger Photographin Leonore Mau. Nun zeigt eine Ausstellung im Jenisch Haus mit einer Auswahl von über 130 Bildern einen bedeutenden Teil ihres Schaffens aus den Jahren zwischen 1960 und 1985 – eine soziokulturellen Bestandsaufnahme der besonderen Art, die ausgehend von Hamburg annähernd die halbe Welt umfasst.

1916 in Leipzig geboren, war Leonore Mau ab 1953 als Photographin tätig. Knapp 10 Jahre später lernte sie den damals noch unbekannten Schriftsteller Hubert Fichte kennen. Sie ließ das großbürgerliche Leben in einer Blankeneser Villa hinter sich, zog mit ihm zusammen, und gemeinsam reisten die beiden durch vier Kontinente. Ihre Arbeiten, die in Zeitungen und Zeitschriften wie GEO, Spiegel, ZEIT und Stern abgedruckt wurden, sind durch diese unablässigen Reisen geprägt. Nach einer längeren Brasilien-Reise waren es insbesondere die religiösen Rituale in der Karibik, in Lateinamerika und in Afrika, die sie faszinierten.

Ausgangspunkt ihrer photographischen Arbeit aber blieb Hamburg: Hier porträtierte sie ihren Lebensgefährten und dessen personelles Umfeld, aber auch die architektonische Entwicklung Hamburgs in den 1960er Jahren. Hier photographierte sie für einen Film den „Tag im Leben eines unständigen Hafenarbeiters“ – und hier entstand auch ihre letzte Serie rätselhafter Stillleben mit dem Titel „Fata Morgana“.

Franziska Meckenburg, die im Auftrag der S. Fischer-Stiftung fünf Jahre lang den Nachlass von Leonore Mau aufgearbeitet hat, führt uns durch die von ihr kuratierte Ausstellung.

FÜHRUNG Franziska Mecklenburg
TERMIN Dienstag, 18. April 2017, 16 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro inkl. Eintritt ins Jenisch Haus, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich