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Ernst Barlach Haus: Conrad Felixmüller. „Glückseligkeit und Kampfesmut“

Führung mit Dr. Karsten Müller
22. Oktober 2013 - 22. Oktober 2013 (16.00 Uhr - 17.00 Uhr)

Im diesem Herbst bietet sich im Ernst Barlach Haus wieder einmal die Gelegenheit, einen zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenen Künstler der Klassischen Moderne neu zu entdecken: Conrad Felixmüller (1897–1977).

In den 1910er und 20er Jahren zählte der gebürtige Dresdner zu den bekanntesten und erfolgreichsten Nachwuchskünstlern in Deutschland. Bereits im Alter von 15 Jahren wurde der hochbegabte Jugendliche zum Studium an der Königlichen Kunstakademie Dresden zugelassen und erfuhr in der Geburtsstadt der Künstlergruppe Brücke wichtige Impulse. Nach kubistisch geprägten Arbeiten bis 1919 und einem spätexpressionistischen Werk in den frühen 1920er Jahren avancierte er schließlich zu einem Protagonisten der Neuen Sachlichkeit.

Die Jahre der Weimarer Republik beschrieb Felixmüller rückblickend als eine Zeit zwischen „Glückseligkeit“ und „Kampfesmut“. Seine rund 80 in Hamburg ausgestellten Werke aus den Jahren 1914 bis 1933 spiegeln dieses gesteigerte Lebensgefühl in anrührenden Bildnissen, einfühlsamen Milieustudien und kraftvollen, von politischem Engagement getragenen Figurenbildern. Im Zentrum seines Schaffens stand dabei die Porträtkunst. Zeit seines Lebens malte Felixmüller mit leidenschaftlichem Interesse die Menschen, die ihm begegneten: Familienmitglieder und Freunde ebenso wie die Arbeiter in den Kohlenrevieren des Ruhrgebiets. Seine Bildnisse von Sammlern und Künstlerkollegen, namhaften Schriftstellern und Komponisten ergeben zusammen genommen geradezu eine Galerie der Intellektuellen in der Weimarer Republik. So wurde Felixmüller zu einem der bedeutendsten Porträtisten seiner Zeit.

Karsten Müller, seit 2007 Leiter des Ernst Barlach Hauses, wird uns wie gewohnt persönlich durch die Ausstellung führen und uns das Werk Conrad Felixmüllers näher bringen.

FÜHRUNG Dr. Karsten Müller
TERMIN Dienstag, 22. Oktober 2013, 16 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 9 Euro inkl. Eintritt ins Ernst Barlach Haus, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich