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Zwischen Bauhaus und deutscher Klassik. Kunststätten in Dessau, Wörlitz und Weimar

Studienreise mit Dr. Rüdiger Joppien
04. September 2014 - 07. September 2014

Weimar und Dessau sind die Orte, an denen sich mit dem 1919 gegründeten Bauhaus die seinerzeit modernste Kunsthochschule der Welt etablierte. Wegweisende Impulse gingen von hier aus; zahllose Neuerungen in Malerei, Architektur, Design, Textilkunst und Typographie wären ohne das Bauhaus undenkbar. In Weimar war die Einrichtung zunächst in der ehemaligen Kunstgewerbeschule Henry van de Veldes untergebracht, für Dessau (ab 1925) entwarf Walter Gropius ein neues, hochmodernes Schulgebäude mit Werkstätten, Theaterraum und Atelierhaus. Für einige hauptamtliche Lehrer errichtete er die sogenannten Meisterhäuser, die in Architektur und Farbgebung die Welt des Bauhauses auch im Wohnbereich repräsentieren. Schulgebäude und Meisterhäuser zählen seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.

Dieselbe Auszeichnung erhielt 2000 das in Nachbarschaft zu Dessau gelegene Wörlitzer Gartenreich – in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine der Keimzellen der deutschen Aufklärung. Fürst Franz von Anhalt-Dessau war ein Förderer der Künste; er verehrte die Antike ebenso wie die neue Landschaftskunst, die ausgedehnte Parks, Wasserläufe und implantierte Bauwerke zu einem harmonischen Natur- und Kulturraum vereinte.

In Weimar erwartet uns neben dem Bauhaus-Museum ein weiterer bau- und ideengeschichtlicher Höhepunkt: die nicht zuletzt wegen ihres einzigartigen Buchbestandes berühmte, nach dem desaströsen Brand im Jahr 2004 glanzvoll restaurierte Anna Amalia Bibliothek. Sie diente J. W. von Goethe, J. G. Herder, Friedrich Schiller oder Chr. M. Wieland als Studienort. Auch im Goethe-Museum am Frauenplan und in Goethes Gartenhaus im Landschaftspark an der Ilm begegnen wir den Heroen der deutschen Klassik. Weimar ist heute wieder eine wunderbar restaurierte Stadt, die viele Entdeckungen deutscher Geistesgeschichte bereithält.

LEITUNG Dr. Rüdiger Joppien
BEGLEITUNG Gesa Wieczorek
TERMIN 4. bis 7. September 2014
KOSTENBEITRAG 785 Euro p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 125 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 80 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse inkl. Reservierung ab/an Hamburg, Busfahrt Dessau–Weimar, 3 Übernachtungen inkl. Frühstück (2 x Hotel Radisson Blu in Dessau, 1 x Hotel Elephant in Weimar), 1 x Abendessen im Restaurant „Weißer Schwan“ in Weimar, öfftl. Verkehrsmittel, Kulturabgabe in Weimar, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
VERANSTALTER HTH Hanse Travel

Dr. Rüdiger Joppien
Dr. Rüdiger Joppien
von 1987 bis 2011 Leiter der Abteilung Jugendstil und Moderne am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Seit 2009 Honorarprofessor am Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg.