Toggle Menu

Dresden und Meissen: August der Starke und die „maladie de porcelain“

Studienreise mit Dr. Rüdiger Joppien
27. August 2015 - 30. August 2015
Anmeldung bis 15. Juni 2015

Als Johann Friedrich Böttger 1708 in Dresden anstelle von Gold das Arkanum zur Herstellung von Hartporzellan entdeckte – einem Werkstoff, den man bisher nur aus Ostasien kannte – war dies eine technologische Sensation von größter Tragweite: Bereits 1710 wurde auf der Albrechtsburg in Meißen eine Manufaktur zur Herstellung von Porzellangeschirren und Kleinplastiken eingerichtet, der in den nächsten Jahrzehnten weitere in zahlreichen europäischen Ländern folgen sollten. Europa wurde damit unabhängig vom Import chinesischen Porzellans, auch wenn dieses in künstlerischer Hinsicht weiterhin geschätzt wurde.

Dass die Erfindung des europäischen Porzellans in die Regierungszeit des sächsischen Kurfürsten und Königs von Polen August des Starken (1670–1733) fiel, war kein Zufall, galt dieser doch als eifriger Förderer von Kunst und Wissenschaft. Mit Dresden schuf er eine der prachtvollsten barocken Residenzen Europas. Legendär sind auch die unermesslichen Kunstschätze der Stadt, die unter seiner Herrschaft stark vermehrt wurden. Neben der Weiterführung der Gemäldegalerie und der Schatzkammer mit ihren beispiellosen Preziosen galt Augusts leidenschaftliche „Sammelwut“ dem Porzellan, das er in dem eigens dafür umgebauten Japanischen Palais aufstellen ließ. Die heute im Zwinger untergebrachten Bestände sind noch ein sichtbarer Abglanz seiner ursprünglichen Sammlungen.

Unsere Reise umfasst Besuche der (heutigen) Meißener Porzellanmanufaktur und ihres Museums, der Albrechtsburg und der Meißener Altstadt. In Dresden stehen die Gemäldegalerie Alter Meister, die Porzellansammlung im Zwinger und das Grüne Gewölbe im wiederhergestellten Residenzschloss auf dem Programm. Ein Ausflug nach Schloss Pillnitz (dem heutigen Kunstgewerbemuseum) und zur Gartenstadt Hellerau soll die Fahrt abrunden.

LEITUNG Dr. Rüdiger Joppien
BEGLEITUNG N. N.
TERMIN 27. bis 30. August 2015
KOSTENBEITRAG 663 Euro p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 135 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 80 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse inkl. Reservierung ab/an Hamburg, Bahnfahrt Dresden–Meißen und zurück, 3 Übernachtungen inkl. Frühstück im ****Hotel Innside Dresden, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
VERANSTALTER HTH Hanse Travel

Dr. Rüdiger Joppien
Dr. Rüdiger Joppien
von 1987 bis 2011 Leiter der Abteilung Jugendstil und Moderne am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Seit 2009 Honorarprofessor am Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg.