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Metropolen der Moderne. Teil IV: Von der Hochhausstadt zur Megacity: Mumbai

Seminar mit Florian Britsch, M. A.
10. April 2014 (15.00 Uhr - 17.30 Uhr)

Die großen Städte gelten heute mehr denn je als die maßgeblichen Laboratorien der Moderne. Unter den Bedingungen des Zusammenlebens sehr vieler Menschen auf engstem Raum treten die Probleme schärfer als anderswo hervor; im Gegenzug ist aber auch nirgendwo sonst das technologische und kulturelle Innovationspotenzial derart hoch. Die Metropole ist der zentrale Umschlagplatz von Wissen und Information; der Ort, an dem das soziale Miteinander beispielhaft Gestalt gewinnt: in Gebäuden, Straßen, Plätzen, Parks, Kunst- und Denkmallandschaften.

Nachdem wir uns zuletzt mit den europäischen Metropolen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts beschäftigt haben, richten wir den Blick nun auf andere Kontinente. Am Anfang stehen mit New York und Chicago zwei exemplarische Metropolen der „Neuen Welt“, die über lange Zeit unsere Vorstellungen von der Stadt der Zukunft geprägt haben. Am Beispiel außereuropäischer Hauptstadtplanungen unter den Bedingungen der „tabula rasa“ wie etwa in Brasilia lässt sich zeigen, wie die traditionellen Aufgaben der Staatsrepräsentation von Vertretern der Klassischen Moderne, in diesem Falle von Oscar Niemeyer, gelöst wurden.

Mit Mumbai (bis 1996 offiziell Bombay) betrachten wir schließlich eine der neuen „Megacities“, jener Großstädte in den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern, deren Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahrzehnten in unerhörte Dimensionen gewachsen ist. Am Beispiel der größten Stadt Indiens wird deutlich, dass die Möglichkeiten des planerischen Eingriffs, der sozialen und infrastrukturellen Modernisierung gegenwärtig vielerorts an ihre Grenzen stoßen – womit letztlich das klassische, europäisch-nordamerikanische Leitbild der Metropole insgesamt infrage steht.

Die Reihe wird im kommenden Winter fortgesetzt.

LEITUNG Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 10. April 2014, 15 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro pro Veranstaltung, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Florian Britsch, M. A.
Florian Britsch, M. A.
Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Hamburg. Fachgebiete: Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Als Mitarbeiter der Freunde der Kunsthalle zuständig für das Veranstaltungsprogramm. Veröffentlichungen zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts; Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater / Theaterakademie Hamburg.