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Max Beckmann und das Stillleben in der Moderne – von Chardin bis Picasso (morgens)

Seminar mit Dr. Alice Gudera
12. September 2014 (10.30 Uhr - 13.00 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch nachmittags von 15 bis 17.30 Uhr an.

Das Stillleben steht im Zentrum des Schaffens von Max Beckmann (1884–1950). Es ist nicht nur in allen Werkphasen präsent; im Stillleben verdichtet sich auch Beckmanns Auseinandersetzung mit inhaltlichen wie formalen Grundfragen seiner Kunst. Dies ist kein Zufall, sondern hat vielmehr mit der Geschichte der Gattung selbst zu tun, erfuhr doch das einstmals gering geschätzte Stillleben im Verlauf des 19. Jahrhunderts eine enorme Aufwertung – sowohl bei den Künstlern als auch beim Publikum.

Wir wollen daher in unserem Seminar – mit Blick auf Beckmanns Stillleben – die Geschichte der Gattung im 19. und frühen 20. Jahrhundert nachvollziehen. So brachte die Wiederentdeckung der Stillleben Jean-Siméon Chardins (1850/51 erwarb der Louvre fünf Werke des Künstlers) ein neues Bewusstsein für die malerische Oberfläche mit sich. In der Folge avancierte das Stillleben zur „modernen“ Bildgattung par excellence, in der die maßgeblichen künstlerischen Fragen der Zeit verhandelt wurden: die Wiedergabe des momentanen Augenscheins bei den Impressionisten, der Rückbezug zu den Alten Meistern bei Édouard Manet, grundsätzliche Fragen nach der formalen Beschaffenheit des Bildes bei Paul Cézanne, Henri Matisse und Pablo Picasso.

Max Beckmann hat seine Malerei von Beginn an in Auseinandersetzung mit der Kunst der genannten französischen Meister entwickelt. Insbesondere dem übermächtigen Rivalen Picasso galt seine beständige Aufmerksamkeit. Aber auch die bedeutungsschweren Stillleben van Goghs oder die Befragung der Wirklichkeit in der Neuen Sachlichkeit wie im Surrealismus dürfte er zur Kenntnis genommen haben.

Die Veranstaltung findet im Seminarraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Freitag, 12. September 2014, 10.30 bis 13 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).