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London. Bilder einer Metropole 1550–1920 (vormittags)

Seminar mit Dr. Alice Gudera
01. Dezember 2014 (10.30 Uhr - 13.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch von 14.30 bis 17 Uhr an.

Im Laufe der Geschichte verband sich mit London stets aufs Neue die Vorstellung der modernen Stadt par excellence. Die Veränderungen des urbanen Lebens in der englischen Metropole übersetzten namhafte Künstler aus ganz Europa, darunter Canaletto und Claude Monet, in eine adäquate Bildsprache und festigten damit zugleich wesentliche Züge ihrer Malerei. Während Canaletto im 18. Jahrhundert repräsentative, von Licht strahlende Stadtansichten schuf, widmeten sich im Jahrhundert darauf Gustave Doré und andere dem Arbeitsleben im Hafen bei nebeliger Witterung, James Tissot dagegen dem Treiben des gehobenen Bürgertums an illustren Orten. Der berüchtigte Londoner Nebel kam ohne Zweifel auch französischen Malern des Impressionismus wie Monet und Camille Pissarro entgegen, die sich erstmals während des preußisch-französischen Krieges in der Stadt aufhielten. Sie malten um 1870 stimmungsvoll die reine, sich ihnen momentan darbietende Erscheinung der unverkennbaren Silhouette am Fluss.

William Turner hatte einige Zeit zuvor Werke geschaffen, in denen die Themse, ihre Brücken und das Parlamentsgebäude aus Farbmaterie aufscheinen und damit den Weg in die Moderne weisen. James McNeill Whistler sollte ihm mit seinen „Farbsymphonien“ folgen, von denen sich schließlich Monet bei seinen späteren London-Aufenthalten inspirieren ließ. Das Verhältnis dieser drei Künstler untereinander und ihre einzigartigen, in England geschaffenen Werke stehen regelmäßig im Fokus großer Ausstellungen und wissenschaftlicher Beiträge.

In unserem Seminar wird es also neben dem Zusammenhang von Kunst und Stadtgeschichte auch wesentlich um Fragen der grundsätzlichen künstlerischen Entwicklungen im 19. Jahrhundert gehen.

Die Veranstaltung findet im Seminarraum statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Montag, 1. Dezember 2014, 10.30 bis 13 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).