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12.4.: Feministische Avantgarde der 1970er Jahre

Kuratorenseminar mit Merle Radtke, M. A.
12. April 2015 (11.00 Uhr - 14.00 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten dieses Seminar alternativ am 24.4.2015 an.

„Why Have There Been No Great Woman Artists?“ – unter diesem Titel veröffentlichte die Kunsthistorikerin Linda Nochlin 1971 einen bis heute grundlegenden Beitrag zur feministischen Kunstgeschichtsschreibung. Es sind nicht zufällig die 1970er Jahre, in denen Künstlerinnen vehement ein eigenes „Bild der Frau“ kreieren und nicht mehr länger nur als Modell oder Muse in Erscheinung treten. Vor dem Hintergrund der 68er-Bewegung sowie der Forderung der Frauenbewegung, das Private als Politisches aufzufassen, werden Themen wie Sexualität, der eigene Körper, Schönheit, Schwangerschaft, Gewalt, Partnerschaft und Fragen nach der eigenen Identität öffentlich diskutiert und finden Einzug in die Werke der „Feministischen Avantgarde“. In ihrer Arbeit wenden sich die Künstlerinnen oftmals historisch unbesetzten Medien wie der Fotografie und dem Video zu oder nutzen die Performance als künstlerisches Ausdrucksmittel. Häufig ist es der eigene Körper, der zum Material der Kunst wird, wobei die Künstlerinnen mitunter bis an die Grenzen körperlicher Belastbarkeit gehen. Mit humorvollen, ironischen oder provozierenden Mitteln dekonstruieren sie die traditionelle Ikonographie des Weiblichen.

Anhand der 33 Künstlerinnen in der Ausstellung gibt die Veranstaltung einen Überblick über die feministische Kunstbewegung der 1970er Jahre. Während VALIE EXPORT, Cindy Sherman oder Martha Rosler einem größeren Publikum bekannt sind, bieten Ausstellung und Seminar die Chance, Leben und Werk weiterer bedeutender, bislang weniger bekannter Künstlerinnen wie Sanja Iveković, Suzy Lake, Annegret Soltau, Nil Yalter oder Birgit Jürgenssen zu entdecken.

Die Veranstaltung findet in der Ausstellung statt.

LEITUNG Merle Radtke, M. A.
TERMIN Sonntag, 12. April 2015, 11 bis 14 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Merle Radtke, M. A.
Merle Radtke, M. A.
Studium der Kunstgeschichte und Volkskunde in Göttingen, Bordeaux und Hamburg. Nach dem Studium freiberufliche Kunstvermittlerin bei der Sammlung Falckenberg; 2012 bis 2013 kuratorische Assistenz im Kunstverein Harburger Bahnhof; seit Februar 2013 Volontärin an der Hamburger Kunsthalle.