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Stilpluralismus und Moderne in Kunst und Literatur am Beispiel der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler

Seminar mit Marion Koch und Dr. Alexandra Lübcke
11. April 2015 - 25. April 2015 (14.00 Uhr - 17.30 Uhr)

Die Sammeltätigkeit von Arthur und Hedy Hahnloser konzentrierte sich vor allem auf künstlerische Positionen, die von heute aus gesehen den Auftakt zur sogenannten „Klassischen Moderne“ markieren. Werke namhafter Künstler wie Pierre Bonnard, Félix Vallotton, Édouard Vuillard oder Henri Matisse, mit denen die Hahnlosers teilweise enge und langjährige Freundschaften pflegten, verdeutlichen den Stilpluralismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Neoimpressionismus, Kubismus, Fauvismus, Expressionismus treten fast zeitgleich auf und bestehen nebeneinander. In der Literatur zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Naturalisten wie Peter Hille, Rainer Maria Rilke, die Wiener Moderne oder die expressionistische Dichterin Else Lasker-Schüler erscheinen parallel auf der literarischen Bühne. Jeder Versuch einer Einteilung in unterschiedliche „Ismen“ bleibt daher letztlich eine willkürliche Bezeichnung, die versucht, die Stilvielfalt der beginnenden Moderne für die Kunstkritik zugänglich zu machen.

In unserem zweiteiligen Seminar interessieren uns in erster Linie die kulturellen Bedingungen, die ein solches Nebeneinander unterschiedlichster Stile ermöglichten. Um die vielschichtigen Einflüsse sichtbar zu machen, werden wir den kulturhistorischen Verbindungen zwischen Literatur, Philosophie und bildender Kunst nachspüren, um Parallelen, aber auch Unterschiede aufzuzeigen. Ein vertiefendes Augenmerk richten wir auf die Ikonographie einzelner, immer wiederkehrender Bildthemen. Bezüge zu literarischen Topoi sollen auch hier dazu beitragen, die jeweils spezifische Weise künstlerischen „Zitierens“ besser zu verstehen.

Die Veranstaltung findet vor den Originalen in der Sonderausstellung statt.

LEITUNG Marion Koch, M. A., Dr. Alexandra Lübcke
TERMIN Samstag, 11. April 2015, 25. April 2015, jeweils 14 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 56 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alexandra Lübcke
Dr. Alexandra Lübcke
freiberufliche Kulturwissenschaftlerin. Seit ihrem Studium der Literatur, Geschichte und Psychologie als Lehrbeauftragte (Universitäten Hamburg und Hannover) und Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig, u. a. in der Kunsthalle und an der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Kulturtheorien, europäische und außereuropäische Kulturgeschichte, Orientalismus.
 Marion Koch, M. A.
Marion Koch, M. A.
Studium der Kunstpädagogik in Heidelberg, der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Philosophie in Heidelberg, Rom und Hamburg. Magisterarbeit über Baldassare Peruzzi. Seit vielen Jahren freie Mitarbeiterin der Hamburger Kunsthalle sowie Seminar- und Reiseleiterin für die Freunde der Kunsthalle.