Toggle Menu

Kunsthändler der Moderne, Teil III: Paul Rosenberg und Daniel-Henry Kahnweiler: Die Kunsthändler Picassos

Seminar mit Dr. Alice Gudera
12. Oktober 2015 (10.30 Uhr - 13.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch nachmittags an.

„In lauen Sommernächten lag uns das leuchtende Paris zu Füßen“, erinnerte sich Daniel-Henry Kahnweiler im Rückblick an die gemeinsame Zeit mit Georges Braque und Pablo Picasso zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Nach den großen Pionieren Paul Durand-Ruel und Ambroise Vollard trat in der französischen Hauptstadt im Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg eine neue Generation von Kunsthändlern auf den Plan. Zu ihnen zählte der aus der Nähe von Mannheim stammende Daniel-Henry Kahnweiler (1884–1979). Von seiner Familie für eine Karriere an der Börse bestimmt, eröffnete er stattdessen im Februar 1907 seine erste Galerie in einer ehemaligen Schneiderwerkstatt. Hier stellte er die Werke von Braque und Picasso, Vlaminck, Derain und van Dongen aus: Künstler seiner eigenen Generation, für die er weniger ein Geschäftspartner war als vielmehr – wie ein Kritiker schrieb – „ein Vertrauter, der über die Kasse verfügt“. Als einer der ersten bekam Kahnweiler Picassos legendäres, noch unvollendetes Bild der „Demoiselles d’Avignon“ zu Gesicht und erkannte sofort dessen zukunftsweisende Bedeutung.

Neben dem „Geburtshelfer des Kubismus“, als der sich Kahnweiler zeitlebens verstanden hat, war es vor allem Paul Rosenberg (1881–1959), der den aufblühenden Kunsthandel im Paris des frühen 20. Jahrhunderts geprägt hat. Auch sein Einsatz galt besonders den jungen Künstlern wie Braque, Léger, Matisse, Marie Laurencin und wiederum Picasso, den er freundschaftlich „Pic“ nannte und ab 1918 vorübergehend exklusiv vertrat.

Das Seminar stellt Rosenbergs und Kahnweilers frühes Wirken, aber auch ihr späteres Schicksal ausführlich vor und lässt damit zugleich ein bedeutendes Kapitel Kunst- und Zeitgeschichte lebendig werde

Die Veranstaltung findet im Seminarraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Montag, 12. Oktober 2015, 10.30 bis 13 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).