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Nolde in Hamburg

Kuratorenseminar mit Dr. Karin Schick
30. September 2015 (13.00 Uhr - 16.00 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 25.10. an.

Die farbintensiven Bildwelten Emil Noldes (1867–1956) sind heutzutage weltweit ein Begriff. Welche Bedeutung Hamburg für seine Kunst hatte, war dagegen bislang kaum bekannt. Die Ausstellung „Nolde in Hamburg“ geht der engen Beziehung zwischen Künstler und Stadt erstmals nach und versammelt dafür rund 200 Werke: Gemälde und Aquarelle, Tuschpinselzeichnungen, Radierungen und Holzschnitte aus allen Schaffensphasen.

Tatsächlich spielte die Hansestadt für Nolde eine zentrale Rolle. Im Jahr 1910 wohnte er für mehrere Wochen in einem einfachen Hotel auf St. Pauli und verarbeitete seine Eindrücke von Hafen, Wind und Wetter in einer dichten Folge von über 100 Arbeiten. Wie unter dem Brennglas lassen sich an diesem Werkkomplex die zentralen Charakteristika von Noldes Kunst beobachten: seine Faszination für die „Urkräfte“ der Natur und der Versuch, diese im Bild gleichsam künstlerisch nachzuvollziehen.

Doch Hamburg inspirierte Nolde nicht nur zu wegweisenden Bildern, hier wurde auch seine Bedeutung zu einem frühen Zeitpunkt erkannt. Bereits 1907 veranstaltete die Galerie Commeter eine erste Einzelausstellung; seine Werke wurden von Privatleuten und Museen gesammelt, und es entstanden enge Verbindungen mit Hamburger Persönlichkeiten wie den Ehepaaren Schiefler und Rauert, mit Rosa Schapire sowie den Kunsthallen-Direktoren Gustav Pauli und Carl Georg Heise. Auch dieses bis heute nachwirkende Beziehungsgeflecht ist Thema der Ausstellung.

Die Kuratorin Dr. Karin Schick und  die Co-Kuratorin Dr. des. Anna Heinze werden die Ausstellung ausführlich vorstellen und ihre während der intensiven Vorbereitungszeit gewonnenen Erkenntnisse mit uns teilen.

LEITUNG Dr. Karin Schick
TERMIN Mittwoch, 30. September 2015, 13 bis 16 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Karin Schick
Dr. Karin Schick
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Tübingen und Boston. Von 1998 bis 2000 wissenschaftliche Assistentin an der Hamburger Kunsthalle, ab 2003 Kuratorin für die Klassische Moderne und das 19. Jahrhundert sowie stellvertretende Direktorin am Kunstmuseum Stuttgart. 2006 bis 2012 Direktorin des Kirchner Museum Davos; seit Dezember 2012 Kuratorin für die Klassische Moderne an der Hamburger Kunsthalle.