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Emil Nolde: „Hamburg ist für mein Auge so reich an Schönheit“

Vortrag mit Dr. Christian Ring
24. Januar 2016 (11.00 Uhr - 12.30 Uhr)
keine Anmeldung notwendig
Karten im Vorverkauf an den Kassen der Hamburger Kunsthalle

Emil Noldes Biographie ist in vielfacher Hinsicht eng mit Hamburg verbunden. Auf den Reisen zwischen seinen Wohnorten im deutsch-dänischen Grenzgebiet und seinem Winterquartier in Berlin besuchte er die Stadt regelmäßig. Er war fasziniert von Alster und Elbe, vom Hafen mit seinem lebendigen Treiben an den Landungsbrücken, von Wind und Wetter. Diese Eindrücke verarbeitete er unmittelbar in farbintensiven Gemälden und Aquarelle, dynamischen Tuschpinselzeichnungen sowie in Radierungen und Holzschnitten.

Schon früh stellte Nolde in Hamburger Galerien aus. In Hamburg wurde seine Bedeutung für die Entwicklung der Moderne zuerst erkannt, hier hatte er seinen künstlerischen Durchbruch, der die Grundlage für seine Anerkennung legte. In Persönlichkeiten wie Gustav und Luise Schiefler, Paul und Martha Rauert fanden sich die ersten großen Förderer und Mäzene, was eine rege Sammeltätigkeit Hamburger Bürger sowie der Hamburger Kunsthalle unter dem Direktorat von Gustav Pauli nach sich zog. Max Sauerlandt und Rosa Schapire verfassten die ersten Aufsätze und Bücher über die Noldes Kunst. Hamburg wurde so für Emil Nolde zu „einer Art Ausgangspunkt für seinen künstlerischen Ruf“, wie es Gustav Schiefler in seiner Hamburgischen Kulturgeschichte notierte.

Der Vortrag geht den vielseitigen Verflechtungen und vielschichtigen Beziehungen zwischen Nolde und Hamburg von 1906 über Noldes Tod im Jahr 1956 bis in die Gegenwart nach und stellt die Bezüge zwischen Leben und Werk, Kunst und Gesellschaft dar.

VORTRAG Dr. Christian Ring
MODERATION Dr. Karin Schick
TERMIN Sonntag, 24. Januar 2016, 11 bis 12.30 Uhr
ORT Veranstaltungsraum der Galerie der Gegenwart
KOSTENBEITRAG 8 Euro, Studierende bis 30 Jahre 5 Euro
Karten im Vorverkauf an den Kassen der Hamburger Kunsthalle
keine Anmeldung erforderlich

Dr. Christian Ring
Dr. Christian Ring
geb. 1976. Nach mehrjähriger Tätigkeit in einer Bank Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten Kassel und Bonn. Von 2006 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle, 2009 Promotion über „Gustav Pauli und die Hamburger Kunsthalle“. 2008 bis 2010 wissenschaftlicher Volontär des Museum Giersch, Frankfurt a. M., im Anschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter. Ab 2011 stellvertretender Direktor, seit 2013 Direktor der Nolde Stiftung Seebüll.