Toggle Menu

Die Geschichte der Videokunst von den 1960er Jahren bis heute

Seminarreihe mit Veronika Schöne und Dr. Wulf Herzogenrath
31. Januar 2016 - 27. Februar 2016 (12.00 Uhr - 16.00 Uhr)

Video ist leicht, handlich, transportabel. Die Entwicklung der tragbaren Videokamera in den 1960er Jahren ermöglichte es den Künstlern, bis dahin nur schwer dokumentierbare Performances und Projekte aufzuzeichnen – ohne Kamerateam und aufwendige Technik. Doch Videokunst ist mehr als das: Sie dient nicht nur der Dokumentation, sondern sie reflektiert auch die Bedingungen und Möglichkeiten des eigenen Mediums.

Seien es Nam June Paiks Fernsehinstallationen wie der berühmte „TV-Buddha“ oder die am eigenen Körper vorgeführten filmischen Exerzitien Bruce Naumans: Längst sind die frühen Arbeiten der Videokunst in den kunsthistorischen Olymp aufgestiegen. Mehr noch, sie haben eine Medienrevolution initiiert, die bis heute anhält. Dabei sind die Kriterien breit gefächert, die Grenzen zu ähnlichen Medien wie z. B. dem Experimental- und Dokumentarfilm fließend, die Ansätze zwischen schlichter Aufzeichnung performativer Werke und kritischer Medienreflektion weit gespannt.

Das Seminar gibt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Mediums Video. Zum Auftakt wird uns ein Pionier der Medienkunst, der Kunsthistoriker Wulf Herzogenrath, aus eigenem Erleben vom Aufstieg der Videokunst in den 1970er und 80er Jahren berichten und wichtige Ausstellungen wie das „Projekt ‘74“ und die documenten 6 und 8 vorstellen. Herzogenrath hat damals als einer der Ersten die Bedeutung des neuen Mediums erkannt und es gezielt gefördert.

In den beiden folgenden Sitzungen werden Veronika Schöne und Julia Sökeland, Betreiberin der Videokunst-Plattform „Blink Video“, die historischen Stränge aufgreifen und bis in die Gegenwart hinein verfolgen. Dabei kommen neben inhaltlichen auch Fragen der Konservierung und Präsentation zur Sprache

Die Veranstaltungen finden im Seminarraum statt.

LEITUNG Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Julia Sökeland, Veronika Schöne, M. A.
TERMINE Sonntag, 31. Januar; Samstag, 13. Februar; Samstag, 27. Februar 2016, jeweils 12 bis 16 Uhr
KOSTENBEITRAG 88 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 10 Euro (ggf. zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Wulf Herzogenrath
Dr. Wulf Herzogenrath
geb. 1944, 1973–1989 Direktor des Kölnischen Kunstvereins, 1989–1994 Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin, 1994–2011 Direktor der Kunsthalle Bremen.
Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, dann für die neue Programmsparte ADVANCED. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.