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Europa um 1800. Kunstzentren an der Schwelle zur Moderne. Teil II: Kopenhagen: Kunstmetropole Nordeuropas

Seminarreihe mit Dr. Markus Bertsch und Dr. des. Neela Struck
01. Juli 2016 (11.00 Uhr - 13.30 Uhr)

Um 1800 befand sich Europas Kunstwelt im Umbruch. Der Lebenslauf Christoffer Wilhelm Eckersbergs führt dies exemplarisch vor Augen. Im Anschluss an das Studium in Kopenhagen ging der Künstler zunächst nach Paris in das Atelier des Klassizisten Jacques-Louis David – eine der größten und einflussreichsten Ausbildungsstätten seiner Zeit. Danach wandte er sich in Rom der Freilichtmalerei zu, um schließlich im Jahr 1818 eine Professur an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen zu übernehmen.

1754 gegründet, hatte sich die Kopenhagener Akademie schnell einen internationalen Ruf erworben. Bereits Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und der Norweger Johan Christian Dahl hatten hier studiert. Unter Eckersbergs Einfluss entwickelte sich die Schule vollends zu einem künstlerischen und intellektuellen Zentrum für den Norden Europas. Der rege Austausch insbesondere zwischen Dänemark und Deutschland erstreckte sich ebenso auf die Architektur – so hat etwa Christian Frederik Hansen mit seinen klassizistischen Bauten auch Altona, die damals zweitgrößte Stadt Dänemarks, maßgeblich geprägt.

In unserer Seminarreihe nehmen wir einige der europäischen Kunstzentren an der Schwelle zur Moderne aus sozial-, architektur- und kunstgeschichtlicher Perspektive genauer unter die Lupe. Im Blickfeld steht diesmal – neben Kopenhagen – zunächst Paris als Hauptstadt des europäischen Klassizismus. Zum Abschluss betrachten wir die preußische Residenzstadt Berlin, die sich um 1800 anschickte, neben Weimar das zweite Zentrum der deutschen Klassik zu werden. Davon zeugen nicht nur Carl Gotthard Langhans’ berühmtes Brandenburger Tor und die Bauten Karl Friedrich Schinkels, sondern auch die Werke der von Johann Gottfried Schadow begründeten Berliner Bildhauerschule.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Freitag, 1. Juli 2016, 11 bis 13.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (ggf. zzgl. Eintritt)

Dr. des. Neela Struck
Dr. des. Neela Struck
Studium der Kunstgeschichte, Italoromanischen Philologie und Betriebswirtschaftslehre in Würzburg und Perugia; Dissertation über römische Bauten und deren gemalte Wiedergabe als Thema frühbarocker Herrscher-Ikonographie.
Dr. Markus Bertsch
Dr. Markus Bertsch
Studium der Kunstgeschichte, Mittelalterlichen Geschichte und Klassischen Archäologie in Berlin. Von 2001 bis 2004 sowie 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Seminar der Universität Jena, 2009 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle, 2012 bis 2014 Direktor des Mittelrhein-Museums Koblenz. Seit Oktober 2014 Leiter der Galerie 19. Jahrhundert an der Hamburger Kunsthalle.