Toggle Menu

Pathosformel und Denkraum. Aby Warburg und die Hamburger Kunsthalle

Seminar mit Dr. Katharina Hoins und Dr. Sandra Pisot
30. Juni 2016 (16.00 Uhr - 18.00 Uhr)
ausgebucht

2016 wird der 150. Geburtstag Aby Warburgs international gefeiert. Als einer der einflussreichsten Kunst- und Kulturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts fügte er der Stilkritik mit seinem Ansatz einer „kritischen Ikonologie“ eine Auseinandersetzung mit den Bildmotiven, ihren Quellen, Tradierungen und Transformationen hinzu. Sein Gegenstand war dabei vor allem das „Nachleben der Antike“ in der Renaissancekunst, sein Forschungsinstrument die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg, ab 1926 mit einem eigenen Bau in Eppendorf. Hier entstand ein Zentrum internationaler und interdisziplinärer Arbeit – der Austausch mit Hamburger Persönlichkeiten und Institutionen wie der Hamburger Kunsthalle war selbstverständlich und intensiv: Warburg korrespondierte und kooperierte mit Alfred Lichtwark und Gustav Pauli als Direktoren der Kunsthalle, und in einem Vortrag auf dem Hamburger Lehrerkongress von 1905 prägte er den Begriff der „Pathosformel“ als Bildmuster zur Wiedergabe menschlicher Leidenschaften und verwendete dafür Zeichnungen und Druckgraphiken aus der Hamburger Kunsthalle als Anschauungsobjekte.

Das Seminar stellt Warburg, der sich selbst als „Jude von Geburt, Hamburger im Herzen, im Geiste Florentiner“ bezeichnete, vor und diskutiert seine Ansätze und Ideen anhand von Schlagworten wie „Pathosformel“, „Bilderfahrzeug“ und „Denkraum“ vor Originalen in der Sammlung der Alten Meister.

Das Warburg-Haus, Heilwigstr. 116, 20249 Hamburg, veranstaltet am 150. Geburtstag Warburgs, dem 13. Juni 2016, einen Tag der offenen Tür und lädt die Freunde der Kunsthalle herzlich dazu ein! www.warburg-haus.de

LEITUNG Dr. Katharina Hoins, Dr. Sandra Pisot
TERMIN Donnerstag, 30. Juni 2016, 16 bis 18 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Sandra Pisot
Dr. Sandra Pisot
Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Neueren und Neuesten Geschichte in Augsburg, Parma und Stuttgart. 2010 bis 2012 Volontariat an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin an der dortigen Gemäldegalerie Alte Meister. 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bucerius Kunst Forum; seit Anfang Februar 2014 Kuratorin für die Alten Meister an der Hamburger Kunsthalle.
Dr. Katharina Hoins
Dr. Katharina Hoins
Studium der Kunstgeschichte, Journalistik und Neueren Geschichte in Hamburg und Wien, Promotion über Medien als Material der Kunst. Berufliche Stationen u.a. Bucerius Kunst Forum, Hamburg, und Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Seit 2015 Wissenschaftliche Koordinatorin am Warburg-Haus, Hamburg.