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Die Faszination des Alten Orients. Teil II: Metropolen des Alten Orients – Uruk und Babylon; Assur und Dur-Šarrukīn

Seminareihe mit Dr. Sabina Franke
30. September 2016 - 14. Oktober 2016 (15.30 Uhr - 17.30 Uhr)
Seminarsitzungen nicht einzeln buchbar

Die Stadt war die zentrale Lebensform im Alten Orient: Sie prägte das Leben des Menschen, sie war sein Bezugspunkt und seine Sicherheit, da wegen der grundsätzlichen Lebensfeindlichkeit der Umwelt das Überleben nur in Gemeinschaft möglich war. Hier finden wir sämtliche zivilisatorische Errungenschaften des Alten Orients: Arbeitsteilung, Tempel- und Palastbauten, Schrift, Verwaltung und Wissenschaft, städtische Ordnung und Sicherheit, aber auch den Konflikt zwischen Religion und Politik.

Im ersten Teil geht es um die erste große Stadt im Süden Mesopotamiens, Uruk (ca. 3300 v. Chr.), die Zentrum eines weitgespannten politischen und wirtschaftlichen Netzes war. Im Um- und Ausbau der Stadt Babylon durch Nebukadnezar ab 605 v. Chr. lässt sich das babylonische Stadt- und Herrschaftskonzept zeigen, in dem der Stadtfürst als Hirte für sein Land sorgt, als Bauherr für die Infrastruktur des Landes zuständig ist und als Priester die korrekte Durchführung von Ritualen und Festen garantiert.

Im zweiten Teil steht die assyrische Stadt im Mittelpunkt: Das Zentrum des assyrischen Reiches war die Stadt Assur, die vom 19. Jahrhundert bis zum Ende 609 v. Chr. Krönungs- und Legitimationsort der Könige war. Die Gründung seiner neuen Hauptstadt Dur-Šarrukīn auf jungfräulichem Boden ermöglichte es dem König Sargon (722–705 v. Chr.), seine Vorstellung von „Weltherrschaft“ baulich und ideologisch umzusetzen. Die bis ins Detail auf Macht und Repräsentation hin angelegte Königsstadt ist eine der faszinierendsten Palastanlagen des Alten Orients.

Die Reihe wird fortgesetzt.

LEITUNG Sabina Franke
TERMINE Freitag, 30. September 2016; Freitag, 14. Oktober 2016, jeweils 15.30 bis 17.30 Uhr (nicht einzeln buchbar)
KOSTENBEITRAG 36 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 8 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Sabina Franke
Dr. Sabina Franke
Studium der Altorientalistik, Arabistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft u.a. in Philadelphia, München und Hamburg. 1982-87 Ausgrabungen in Syrien. 1989-94 Assistentin an der Universität Würzburg. Seit 1992 in Schwerin. Seit 1994 Lehrbeauftragte (u. a. in Hamburg, Salzburg, Aarhus, HSU Hamburg), dazu Vorträge und Publikationen für allgemeines Publikum sowie archäologische Exkursionen in die Türkei.