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Max Liebermann – Bürger, Künstler, Sammler. Teil I: Liebermann und der Kampf um die Moderne in Deutschland

Seminarreihe mit Dr. Alice Gudera
27. September 2016 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten dieses Seminar zusätzlich auch am 20.9. an.

Die Bilder Max Liebermanns gehören zu den Höhepunkten in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle. Die Wiedereröffnung des Hauses wie auch die große Liebermann-Ausstellung der Kunsthalle Bremen im kommenden Herbst bieten Anlass für unsere zweiteilige Seminarreihe.

Im ersten Teil widmen wir uns zunächst den Anfängen des Berliner Künstlers, seinen realistischen und naturalistischen Tendenzen, für die er entscheidende Anregungen in den Niederlanden und von der frühen Freiluftmalerei Frankreichs empfing. Als der junge Liebermann 1872 mit den „Gänserupferinnnen“ an die Öffentlichkeit trat, urteilte man in Berlin abfällig darüber, favorisierte man doch von kaiserlicher Seite eine glättende und inhaltlich aufgeladene Historien- und Genremalerei. Mit seinen großen Arbeits- und Gruppenbildern zählte Liebermann bald darauf zur künstlerischen Avantgarde in Deutschland.

Die letzten Jahre vor der Jahrhundertwende bedeuteten für ihn dann eine Zeit der künstlerischen Neuorientierung. 1898 wurde unter der Führung von Liebermann und Walter Leistikow die Berliner Secession gegründet, die sich von der offiziellen akademischen Kunstauffassung emanzipierte und wesentlich den Rang Berlins als Hauptstadt der modernen Kunst begründete. Liebermann trug hierzu auch insofern bei, als er den Einzug der französischen Moderne in öffentliche Sammlungen unterstützte. Insbesondere beriet er 1896 Hugo von Tschudi, den Direktor der Nationalgalerie, beim Ankauf entscheidender Werke in Paris. Seine eigene Sammlung umfasste Arbeiten von Courbet, Cézanne, Monet, Degas und nicht weniger als 16 Gemälde Manets. Geschichte und Bedeutung dieser Sammlung sowie ihr Schicksal unter den Nationalsozialisten sollen ebenfalls näher beleuchtet werden.

Das Seminar findet in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 27. September 2016, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).