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Begegnung und Bereicherung: Kunst und Literatur des Surrealismus

Seminar mit Dr. Alexandra Lübcke und Marion Koch, M. A.
06. Januar 2017 (14.00 Uhr - 17.30 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 25.11.2016 an.

Die Ikonen der surrealistischen Malerei sind allgemein bekannt: die überraschenden, oft verstörenden Werke von Max Ernst, René Magritte oder Salvador Dalí, die den Betrachter in fremde Welten entführen. Weniger geläufig ist die Tatsache, dass der Surrealismus zunächst in erster Linie eine literarische Bewegung war. Inspiriert von der „Entdeckung“ des Unbewussten, der Psychoanalyse und der Traumdeutung Sigmund Freuds und unter Rückgriff auf Romantik, Symbolismus sowie entlegene Quellen wie die barocke Mystik oder die legendären „Gesänge des Maldoror“ des Comte de Lautréamont (d. i. Isidore Ducasse, 1846–1870) suchten Dichter wie André Breton und Louis Aragon die Wahrheit in Träumen, Visionen und Rauschzuständen. Mit ihrer Hilfe wollten sie die rational zugängliche Wirklichkeit aufbrechen und eine traumartige Überwirklichkeit erschaffen, die den Menschen aus inneren und äußeren Zwängen befreien sollte – sowohl im Individuellen als auch im Gesellschaftlichen.

In unserem Seminar werden wir die literarischen Ursprünge des Surrealismus aufzeigen und einige Schlüsseltexte vorstellen. Vor allem aber wollen wir den Prozess der Begegnung und Bereicherung von Literatur und Kunst nachzeichnen – und dabei auch eigene Versuche anstellen. Sei es die spielerische Erkundung des Unbewussten in automatischen Zeichenverfahren, seien es bildnerische Techniken wie Collage, Frottage, Grattage und Décalcomanie: Die meisten der radikal neuen, experimentellen Ausdrucksformen des Surrealismus verdanken sich nicht zuletzt einer wechselseitigen Inspiration der Künste.

Das Seminar findet in der Ausstellung sowie im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Marion Koch, M. A., Dr. Alexandra Lübcke
TERMIN Freitag, 6. Januar 2017, 14 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Marion Koch, M. A.
Marion Koch, M. A.
Studium der Kunstpädagogik in Heidelberg, der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Philosophie in Heidelberg, Rom und Hamburg. Magisterarbeit über Baldassare Peruzzi. Seit vielen Jahren freie Mitarbeiterin der Hamburger Kunsthalle sowie Seminar- und Reiseleiterin für die Freunde der Kunsthalle.