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Die surrealistische Revolution – „Die letzte Momentaufnahme der europäischen Intelligenz“

Seminar mit Dr. Ursula Töller
18. Januar 2017 (14.00 Uhr - 17.00 Uhr)
ausgebucht

Die surrealistische Bewegung ist zunächst nicht nur Kunstavantgarde, sondern auch eine politische Bewegung, die nach einer Einheit zwischen revolutionären Zielen und künstlerischer Praxis oder, anders gesagt, nach der Verbindung zwischen Kunst, Politik und Leben sucht. Besonders in den Jahren zwischen den Weltkriegen gründen sich eine Vielzahl an Gruppierungen mit ähnlichen Zielen, aber nur im Surrealismus wird Kunst zur absolut höchsten Form revolutionärer Praxis erklärt. Wenn im Surrealismus von Kunst die Rede ist, sind vor allem Literatur und bildende Kunst gemeint. Die revolutionäre Kraft, die man der Kunst zuspricht, formuliert Franz Kafka in seinem berühmt gewordenen Satz aus einem seiner frühen Briefe so: „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

Offiziell wird sich die surrealistische Bewegung erst 1969 auflösen, aber mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, „nach der europäischen Katastrophe sind die surrealistischen Schocks kraftlos geworden“ (Theodor W. Adorno). Die große inhaltliche Spannbreite surrealistischer Kunst wollen wir anhand ausgewählter Exponate der Ausstellung nachzeichnen. Dabei wird besonders die Frage nach dem revolutionären Gehalt einzelner Werke von Interesse sein.

Das Seminar findet in der Ausstellung sowie im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Ursula Töller
TERMIN Mittwoch, 18. Januar 2017, 14 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 24 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Ursula Töller
Dr. Ursula Töller
Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie, Ausbildung zur Buchhändlerin, Coach und Mediatorin. Promotion über das erzählerische Frühwerk von Ingeborg Bachmann. Langjährige Tätigkeit als Unternehmerin und Geschäftsführerin mittelständischer Buchhandlungen. Freiberufliche Dozentin und Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und Akademien.