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Die Habsburger – eine europäische Dynastie. Teil II: Eine Welt im Umbruch – von Philipp II. zu Rudolf II.

Seminarreihe mit Dr. Katrin Schmersahl
19. März 2017 - 02. April 2017 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
nicht einzeln buchbar

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts befand sich Spanien auf den Höhepunkt seiner Macht: Die Habsburger beherrschten ein Weltreich, das neben dem spanischen Territorium u. a. die Niederlande sowie Teile von Amerika, Afrika und Asien umfasste. So wurden etwa die Philippinen nach Philipp II. benannt, der 1555/56 die Macht von seinem Vater Karl V. übernahm.

Zu dieser Zeit befand sich allerdings die Welt längst im Umbruch. Die Reformation hatte Europa in zwei Teile gespalten, und Philipp II. verteidigte den katholischen Glauben vom Escorial aus. Zunächst konnte er noch Erfolge erringen: In der Seeschlacht von Lepanto (1571) werden die Osmanen geschlagen. Später folgt jedoch Niederlage auf Niederlage: Die aufständischen Provinzen in den Niederlanden können nicht bezwungen werden, und die geplante Invasion Englands scheitert 1588 mit dem Untergang der spanischen Armada kläglich.

Die insgesamt vier Ehefrauen von Philipp II., der Spanien bis zu seinem Tod im Jahr 1598 beherrschte, spiegeln nicht nur die außenpolitischen Ambitionen der Habsburger, sondern gewähren auch Einblicke in das Leben am königlichen Hof. Verwandt mit Philipp II. war auch ein anderer, vor allem durch seine Sammelleidenschaft berühmt gewordener Habsburger: Rudolf II., ein bedeutender Förderer der Künste und Wissenschaften, war nicht nur sein Neffe, er weilte darüber hinaus als junger Mann für mehrere Jahre am spanischen Hof, bevor er schließlich als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1583 seinen Regierungssitz nach Prag verlegte.

Die Reihe wird fortgesetzt.

LEITUNG Dr. Katrin Schmersahl
TERMINE Sonntag, 19. März 2017; Sonntag, 2. April 2017, jeweils 11 bis 15 Uhr (nicht einzeln buchbar)
KOSTENBEITRAG 49 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Katrin Schmersahl
Dr. Katrin Schmersahl
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).