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Die Poesie der venezianischen Malerei. Paris Bordone, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto, Tizian

Kuratorenseminar mit Judith Rauser
12. Mai 2017 (15.00 Uhr - 17.00 Uhr)
ausgebucht

Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts – einer der faszinierendsten Epochen der italienischen Kunstgeschichte, die mit so klangvollen Namen wie Tizian, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto oder Sebastiano del Piombo verbunden ist.

Im Zentrum steht mit Paris Bordone (1500–1571) ein Künstler, der bislang vor allem als Schüler Tizians Erwähnung fand, in dessen Werkstatt er bereits in jungen Jahren eintrat, mit dem er sich allerdings schon bald darauf überwarf. Ungeachtet dessen blieb die Auseinandersetzung mit Tizian und Giorgione für seine Malerei prägend, auch wenn er ab 1535 zunächst in der Lombardei, dann am Hof Franz I. in Fontainebleau und später für die Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger tätig war, bevor er schließlich nach Venedig zurückkehrte.

Erstmals wird das Schaffen Bordones nun im Kontext seiner Zeitgenossen gewürdigt. Auf diese Weise fällt auch ein neues Licht auf die venezianische Kunst zwischen 1510 und 1560 insgesamt – eine Zeit, in der sich die Künstler neuen Sujets aus der klassischen Antike zuwandten, neue malerische Darstellungsverfahren entwickelten und dabei insbesondere der Farbe zu ungeahnter Ausdruckskraft verhalfen. Rund 100 Werke veranschaulichen das Panorama an innovativen Bildfindungen – von allegorischen Darstellungen, mythologischen Szenen und pastoralen Landschaften bis zu erotisch aufgeladenen weiblichen Idealbildnissen und lyrischen Männerporträts sowie der Rezeption antiker Architektur.

Judith Rauser, die das Projekt als Wissenschaftliche Assistentin mitbetreut hat, erläutert das Konzept der Ausstellung und stellt die Werke in einem ausführlichen Rundgang vor.

LEITUNG Judith Rauser, M. A.
TERMIN Freitag, 12. Mai 2017, 15 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 20 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Judith Rauser
Judith Rauser
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Allgemeinen Rhetorik in Tübingen, Basel und Hamburg. Promoviert über Rüstungsdarstellungen des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Hamburg. Seit Januar 2016 Wissenschaftliche Volontärin der Hamburger Kunsthalle und Assistentin der Ausstellung „Die Poesie der venezianischen Malerei“.