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#2416

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt, Teil I: Die altniederländische Malerei (1420–1520)

Seminarreihe mit Dr. Alice Gudera
19. September 2017 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 21.9.2017 an.

Die altniederländische, vorrangig flämische Malerei zwischen 1420 und 1520 stellt einen unvergleichlichen Höhepunkt der nordalpinen Kunst dieser Zeit dar. In den Niederlanden, herrschaftlich mit dem Hause Burgund verbunden, entwickelte sich auf der Grundlage des Weichen Stils der franko-flämischen Schule eine neue Richtung, die von einer feinmalerischen Finesse der Wirklichkeitswiedergabe zeugt, wie sie für die Epoche einzigartig ist. Der Goldgrund wich differenzierten Landschaftshintergründen, die nicht selten die Frage nach einer benennbaren Topographie aufkommen lassen. Empirische Naturbeobachtung spiegelt sich darüber hinaus im Akt, so etwa bei den wie lebensecht empfundenen Bildern von Adam und Eva auf Jan van Eycks „Genter Altar“. Auch die Porträtmalerei brachte Werke von einer bis dahin nicht gekannten, bisweilen schonungslos realistischen Schilderung des Gegenübers hervor.

Die unterschiedlichen Oberflächen und Materialien wurden mit Hilfe von Lupen, feinsten Pinseln und vor allem durch das noch junge Medium der Ölmalerei in verblüffenden Naturalismus übersetzt. Die Faszination für diese künstlerischen Neuerungen blieb nicht auf ihr Ursprungsland beschränkt: Gezielt wurden Werke der „Maniera Fiamminga“ nach Italien exportiert, wo sie die dortige Kunst befruchteten. Auch die „Altdeutsche Kunst“ oder das französische 15. Jahrhundert griffen Impulse der alten Niederländer auf.

Zu ihren Hauptvertretern zählen der Meister von Flémalle (mit dem man heute zumeist Robert Campin identifiziert), Jan van Eyck und Rogier van der Weyden. Dieric Bouts, Petrus Christus, Hugo van der Goes, Hans Memling, Gerard David und Hieronymus Bosch gehören gleichfalls zu den unangefochtenen Meistern der altniederländischen Malerei.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 19. September 2017, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).