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Ideenskizze, Antikenstudium, Kompositionszeichnung, Dokumentation: Bildhauerarbeiten auf Papier – Blicke in Kupferstichkabinett und Skulpturensammlung

Seminar mit Dr. Anna Seidel
14. Dezember 2017 (14.00 Uhr - 17.00 Uhr)

Auf Papier entwickelten Bildhauer ihre Arbeiten, auf Papier präsentierten sie die fertigen Werke. Während Skulpturen oft mit Hilfestellung von Werkstattmitarbeitern oder Handwerkern vollendet wurden, zeigen Bildhauerzeichnungen Experimente, Formfindungen und Selbstkorrekturen ihrer Schöpfer. Meist sind sie Zeugnisse der Werkentstehung, die allein für die Verwendung im Atelier gedacht waren. Andere Blätter bilden bereits vollendete Bildwerke ab, um die Skulpturen über das Medium der Graphik in aller Welt bekannt zu machen.

Schon der Gründer der Skulpturensammlung in der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, erkannte den Wert der Bildhauerarbeiten auf Papier und begründete parallel zur Skulpturensammlung auch eine Kollektion von Bildhauerzeichnungen und Skulptur-Reproduktionen. Dieser Bestand im Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle ist seither stark gewachsen und ermöglicht nun über die Epochen hinweg einen Blick in die Ateliers von Künstlern wie Gian Lorenzo Bernini und Max Klinger.

In diesem Seminar schauen wir uns Skulpturen in der Dauerausstellung der Alten Meister und des 19. Jahrhunderts gemeinsam mit den ihnen verwandten Zeichnungen und Graphiken aus dem Kupferstichkabinett an. Wir spüren dem Zeichnen der einzelnen Bildhauer nach, erschließen uns die Funktion der Arbeiten auf Papier und besprechen die Entstehung sowie das Nachleben der plastischen Arbeiten.

Das Seminar findet im Kupferstichkabinett sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Anna Seidel
TERMIN Donnerstag, 14. Dezember 2017, 14 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Studierende bis 30 Jahre 20 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Anna Seidel
Dr. Anna Seidel
Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Italianistik in Göttingen, Perugia und Berlin. 2007 bis 2009 Forschungsstipendiatin an der Bibliotheca Hertziana in Rom und am Warburg Institute in London. Anschließend Volontariat am Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, Ausstellungen und Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar, der HBK Braunschweig sowie der Universität Hamburg. Bis Januar 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Provenienzforschung an den Skulpturen in der Hamburger Kunsthalle.