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Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt. Teil III: Landschaft, Porträt ...

Seminar mit Dr. Alice Gudera
01. Februar 2018 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 16.1., 25.1., 30.1. und 20.2.2018 an.

Im Goldenen Zeitalter der Niederlande entwickelte sich die Landschaftsmalerei erstmals zu einer selbständigen Gattung, die ohne mythologische und historische Staffage das eigene Land würdigte. Der rasant wachsende Wohlstand im bürgerlichen Holland verstärkte die Nachfrage nach Bildern für den privaten Gebrauch. Mit dem Aufstieg zur führenden See- und Handelsmacht gingen die wissenschaftliche Beobachtung der Natur sowie das Aufblühen der Kartographie einher. Schon bald bildeten sich – ähnlich wie im Stillleben und Genre – Spezialisten für unterschiedliche Landschaftstypen heraus: Seestücke, Flussläufe und -mündungen, Waldszenen, Winterlandschaften, Topographien.

Die Vielzahl an Porträts ist ebenfalls ein deutliches Zeichen der Prosperität und des Selbstbewusstseins der aufstrebenden Republik. Die Repräsentation des Bürgertums, der Gilden und Regenten findet Ausdruck in teils feinmalerischer Personenbeschreibung und genauester Wiedergabe der Kleidung, teils in künstlerisch ausdruckstarken Schilderungen, wie wir sie besonders mit Frans Hals und Rembrandt verbinden. Beide haben auch wesentlich zur Entwicklung des Gruppenporträts, einer Eigenheit der niederländischen Kunst, beigetragen. So widmen wir uns den eindrucksvollen Schützen- und Regentenbildern, darunter nicht zuletzt Rembrandts „Nachtwache“.

Rembrandt genoss Ruhm und Ansehen als Porträtmaler, doch betrachtete er die Historienmalerei als seine wichtigste Aufgabe. Die Gattung genoss nach wie vor höchstes Ansehen und erforderte nicht zuletzt Kenntnisse der älteren Bildquellen, der Perspektive und historischen Kostümierung. Doch lösen sich Rembrandts Historien zunehmend aus der Tradition und werden zu ganz und gar eigenständigen künstlerischen Umsetzungen.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 1. Februar 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).