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Eine neue Kunst. Peder Severin Krøyer, Anna Ancher und Vilhelm Hammershøi

Vortrag von Dr. Felix Krämer <br>
Moderation: Neela Struck, M. A.
01. Dezember 2013 - 01. Dezember 2013 (16.00 Uhr - 17.30 Uhr)

„Gibt es keine Möglichkeit, die ganze verdammte Kiste in die Luft zu jagen? Ja, ist das nicht ein Skandal?“ Wutentbrannt wandte sich der Maler Peder Severin Krøyer am 22. April 1885 an den Kunst-Redakteur der angesehenen Kopenhagener Zeitung „Politiken“: „Sind das nicht Idioten, Deppen, die ultimativen Vertreter der Bigotterie … Spuck auf sie. Sie verdienen es.“ Grund für Krøyers heftige Reaktion war die Entscheidung der Jury der Kunstakademie, seinen Schüler Vilhelm Hammershøi bei der Vergabe des Neuhausen-Preises zu übergehen.

Krøyer war mit seinem Ärger nicht alleine: Auf Initiative des Kunsthistorikers Emil Hannover unterzeichneten 41 Künstler und Kritiker einen Aufruf gegen die Entscheidung des Preisgerichts, der Anfang Mai 1885 in allen großen dänischen Tageszeitungen erschien. Auch wenn Hammershøi den Preis nicht erhielt, machte ihn die Debatte so mit einem Schlag berühmt. Die nachfolgende, im Rückblick als „geistiger Bürgerkrieg“ charakterisierte Auseinandersetzung spaltete die dänische Kunstszene und markiert eine entscheidende Etappe auf dem Weg in die Moderne.

Der Vortrag von Felix Krämer, der 2003 für die Hamburger Kunsthalle die erste Hammershøi-Retrospektive in Deutschland kuratierte, beleuchtet die Hintergründe des Konflikts und stellt mit Peder Severin Krøyer, Vilhelm Hammershøi und Anna Ancher einige der wichtigsten Protagonisten des sogenannten „silbernen Zeitalters“ der dänischen Kunst vor.

VORTRAG Dr. Felix Krämer
MODERATION Neela Struck, M. A.
TERMIN Sonntag, 1. Dezember 2013, 16 bis 17.30 Uhr
ORT Anita-Rée-Seminarraum
KOSTENBEITRAG 8 Euro, Studierende bis 30 Jahre 5 Euro (für Nicht-Mitglieder zzgl. Eintritt)
In Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle
Karten ab 15. Oktober im Vorverkauf an den Kassen der Hamburger Kunsthalle