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Eva Hesse. One More than One

Kuratorenseminar mit Dr. Petra Roettig und Dr. Brigitte Kölle
16. Januar 2014 - 16. Januar 2014 (15.00 Uhr - 18.00 Uhr)
ausgebucht

Eva Hesse (1936–1970) gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Prinzipien der Serialität und formalen Reduktion, die den Minimalismus 1960er Jahre kennzeichnen, verband sie mit Emotion, Sinnlichkeit und Körperhaftigkeit. Das Transparente und Vergängliche der von ihr verwendeten neuen Materialien macht ihre einzigartige Stellung in der Kunst ihrer Zeit aus.

Mit „Eva Hesse. One More than One“ erhält die Künstlerin nun die erste Werkschau in ihrer Geburtsstadt, die sie aufgrund der politischen Lage in Deutschland bereits 1938 verlassen musste. 1939 emigrierte sie mit ihrer Familie nach New York, wo sie in den 1950er Jahren zunächst an der Cooper Union Art School, später an der Yale School of Art and Architecture als Meisterschülerin von Josef Albers studierte. 1964/65 kehrte sie für ein Jahr nach Deutschland zurück, lebte bei dem Sammlerehepaar Scheidt in Kettwig an der Ruhr und beschäftigte sich mit ersten dreidimensionalen Werken. Zurück in New York, begann sie mit fragilen, bis dahin in der Kunst noch nicht gebräuchlichen Materialien wie Polyester, Glasfaser und Latex zu arbeiten. Jene späte, höchst produktive Phase von 1966 bis zu ihrem frühen Tod 1970 steht im Fokus der Hamburger Ausstellung.

Die beiden Kuratorinnen der Ausstellung Brigitte Kölle und Petra Roettig führen gemeinsam in das Werk von Eva Hesse ein, wobei u. a. das Prinzip der Wiederholung, der veränderte Skulpturbegriff der 1960er Jahre sowie neue Materialien in der Kunst eine besondere Rolle spielen werden. Ein Exkurs zur Sammlungspräsentation der Kunst der 1960er Jahre im ersten Obergeschoss der Galerie der Gegenwart bietet die Möglichkeit, Eva Hesse vor dem Hintergrund ihrer Zeit zu betrachten und ihr künstlerisches Umfeld kennenzulernen.

LEITUNG Dr. Brigitte Kölle, Dr. Petra Roettig
TERMIN Donnerstag, 16. Januar 2014, 15 bis 18 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich