Toggle Menu

„1914. Die Avantgarden im Kampf“: Einblicke in die Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn

Seminar mit Prof. Dr. Uwe M. Schneede
19. Januar 2014 - 19. Januar 2014 (11.00 Uhr - 12.30 Uhr)

Der Erste Weltkrieg hat alles verändert: „Eine Generation, die noch mit der Pferdebahn zur Schule gefahren war, stand unter freiem Himmel in einer Landschaft, in der nichts unverändert geblieben war als die Wolken, und in der Mitte, in einem Kraftfeld zerstörender Ströme und Explosionen, der winzige gebrechliche Menschenkörper.“ So beschrieb Walter Benjamin im Rückblick die Erfahrung des ersten modernen Krieges, mit dem das „lange“ 19. Jahrhundert zu Ende und mit ihm das alte Europa endgültig zugrunde ging.

Zwar ist die Geschichte der europäischen Avantgarden oft erzählt worden; erstaunlicherweise aber wurde sie bislang kaum unter dem Aspekt des fundamentalen historischen Bruchs von 1914 mit seinen Konsequenzen für die Künstlerbiographien wie für die Entwicklung der Kunst betrachtet. Dies unternimmt nun – 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs – eine Ausstellung, die Uwe M. Schneede für die Bundeskunsthalle in Bonn kuratiert hat. Wie wirkten sich zunächst der Gedanke an den bevorstehenden Krieg, dann die Erfahrung des realen Krieges auf das Werk der Avantgardekünstler aus? Welche Themen wurden aufgegriffen, mit welchen Mitteln stellten sich die Künstler der neuen Herausforderung, und vor allem: Inwiefern hat der Krieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ die Entwicklung der modernen Kunst beeinflusst bzw. verändert?

Mit über 300 Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen sowie dokumentarischen Fotografien versucht die Bonner Ausstellung eine Annäherung an diese Fragen. In seinem Seminar in der Hamburger Kunsthalle wird der Kurator Uwe M. Schneede persönlich die Leitgedanken und wichtigsten Ergebnisse dieses Projekts erläutern.

Beachten Sie auch unsere Studienreise nach Bonn und Mannheim vom 8. bis 9. Februar 2014.

LEITUNG Prof. Dr. Uwe M. Schneede
TERMIN Sonntag, 19. Januar 2014, 11 bis 12.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich