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Auf Stein gezeichnet. Lithographien von Bresdin bis Vuillard

Kuratorenseminar mit Dr. des Jonas Beyer
23. Januar 2014 - 23. Januar 2014 (16.00 Uhr - 18.00 Uhr)
ausgebucht

Frankreich darf als Dreh- und Angelpunkt der Lithographie nach 1800 gelten. Obwohl das Verfahren in Deutschland entdeckt wurde, war es Frankreich, wo das Medium einen ungeahnten Siegeszug erlebte und sich auf viele Anwendungsgebiete erstreckte: Von der Illustration über die Karikatur bis hin zur Reproduktion von Malerei. Doch machte man sich diese Technik auch für private Experimente dienstbar. Künstler, die uns heute namentlich aufgrund ihrer Gemälde im Gedächtnis geblieben sind, waren zugleich Meister auf dem Gebiet der Lithographie, um mit Théodore Géricault, Eugène Delacroix und Edouard Manet nur einige wenige zu nennen. Andere Künstler wie Honoré Daumier fanden mit ihrer Malerei erst spät Beachtung, während ihre immense Schaffenskraft hauptsächlich in das Flachdruckverfahren der Lithographie floss.

Die Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Hegewisch und dem Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle spannt einen Bogen von den Arbeiten Théodore Géricaults und der romantischen Bewegung über Henri de Toulouse-Lautrec bis zu den Nabis. In dem gewählten Zeitabschnitt werden Spannungsverhältnisse offenbar zwischen privatem und öffentlichem Gebrauch des Steindrucks, zwischen der anfänglichen Erscheinungsform in Schwarz-Weiß und der späteren farbigen Wiedergabe sowie zwischen der vorrangig kommerziellen Nutzung und der Dienstbarmachung der Technik für politische Zwecke.

Nach einem gemeinsamen Gang durch die Ausstellung soll im Seminarraum ein vertiefender Einblick in die Geschichte der Lithographie gegeben werden.

LEITUNG Dr. des. Jonas Beyer
TERMIN Donnerstag, 23. Januar 2014, 16 bis 18 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich