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Eva Hesse. Grenzbereiche der Kunst

Seminar mit Dr. Renate Petzinger
29. Januar 2014 - 29. Januar 2014 (15.00 Uhr - 17.30 Uhr)
ausgebucht

Die Ausstellung „One More than One“ stellt das zwischen 1966 und 1970 entstandene Spätwerk von Eva Hesse (1936–1970) in den Vordergrund. Es war eben dieses Spätwerk – und hier insbesondere die Skulpturen aus Latex und Polyesterharz – mit dem die gebürtige Hamburgerin noch zu Lebzeiten zum Shooting Star der New Yorker Kunstszene avancierte. Der damals vorherrschenden Kunst des Minimalismus entlockte sie verborgene Momente von Expression; einer auf klare geometrische Strukturen abzielenden Kunst antwortete sie mit freien, fließenden Formen, die sich aus den verwendeten Materialien und ihren Herstellungsprozessen entwickelten. Die Konsequenz, mit der sie immer wieder von neuem die Grenzbereiche der Kunst auslotete, spricht auch aus jenem Statement, das sie 1968 ihrer ersten großen Einzelausstellung voranstellte: „Ich möchte, dass meine Arbeit zur Nicht-Arbeit wird.“

Im Seminar mit Renate Petzinger, die im Jahr 2002 Ko-Kuratorin der Eva Hesse-Retrospektive in San Francisco, Wiesbaden und London war und zurzeit im Auftrag des Eva Hesse Estate an der Herausgabe ihrer Werkverzeichnisse arbeitet, sollen die Besonderheiten, die das Werk dieser Künstlerin so bahnbrechend und zugleich so singulär gemacht haben, an einigen Werken der Ausstellung beispielhaft untersucht werden. Dabei geht es um den Gegensatz zwischen Ordnung und Chaos, das Prinzip des Absurden sowie um Zwischenbereiche zwischen Malerei und Skulptur. Ergänzend werfen wir einen Blick auf Hesses Gesamtwerk, das im Anschluss an ihre Studienjahre in New York und New Haven den kurzen Zeitraum von nur 10 Jahren umspannt. Schließlich werden auch Einflüsse wie beispielsweise derjenige von Marcel Duchamp in die Betrachtung einbezogen.

LEITUNG Dr. Renate Petzinger
TERMIN Mittwoch, 29. Januar 2014, 15 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich