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Gego. Line as Object

Kuratorenseminar mit Dr. Petra Roettig und Dr. Brigitte Kölle
30. Januar 2014 - 30. Januar 2014 (15.00 Uhr - 18.00 Uhr)

Gertrud Goldschmidt (1912–1994), gen. Gego, gilt in Südamerika als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde sie vor allem für ihre groß angelegten Rauminstallationen aus Draht und filigranen Aluminiumsträngen. Wichtigstes Ausdrucksmittel der Künstlerin war die Linie. So bezeichnete Gego auch ihre Rauminstallationen nicht als Skulpturen, sondern als Zeichnungen im Raum, und brach so mit einem konventionellen Verständnis von Skulptur.

Mit über 100 Werken aus vier Jahrzehnten wird Gego nun erstmals mit einer großen Einzelausstellung in ihrer Geburtsstadt gewürdigt. 1912 als Kind der Bankiersfamilie Goldschmidt in Hamburg geboren, studierte sie ab 1932 Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft emigrierte sie 1939 nach Venezuela, wo sie zunächst als Architektin, später als freie Künstlerin arbeitete. Doch blieb auch ihr künstlerisches Schaffen maßgeblich von der Beschäftigung mit der Architektur geprägt: So war die Gestaltung des Raums nach wie vor ein zentrales Anliegen ihrer Werke. „Sie denkt als Architektin, löst die Probleme als Ingenieurin und konzipiert ihre Entwürfe als Künstlerin“, schrieb eine Kritikerin über Gegos Arbeitsweise.

Brigitte Kölle und Petra Roettig, die Kuratorinnen der Ausstellung, führen gemeinsam in das Werk der in Deutschland bislang noch wenig bekannten Künstlerin ein. Beim Rundgang durch die Ausstellung zeigen sie die unterschiedlichen Arten Gegos, mit der Linie umzugehen – in Zeichnungen mit und ohne Papier. Ein Exkurs zur Sammlungspräsentation der Kunst der 1960er Jahre im ersten Obergeschoss der Galerie der Gegenwart gibt Gelegenheit, zeitgleiche Strömungen in Europa und Amerika zu betrachten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Gegos Kunst herauszuarbeiten.

LEITUNG Dr. Brigitte Kölle, Dr. Petra Roettig
TERMIN Donnerstag, 30. Januar 2014, 15 bis 18 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich