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Englische Kunst von 1730 bis 1918. Teil I: Das 18. Jahrhundert – William Hogarth, Joshua Reynolds und Thomas Gainsborough

Seminarreihe mit Dr. Alice Gudera und Florian Britsch, M. A.
15. Februar 2014 - 15. Februar 2014 (13.00 Uhr - 17.00 Uhr)
ausgebucht

Eine eigenständige englische Malerei hat sich – mit Ausnahme der „modern moral subjects“ von William Hogarth – erst spät, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts herausgebildet, parallel zur Gründung der Royal Academy. In der Folgezeit haben englische Künstler allerdings wiederholt neue, unkonventionelle Wege beschritten und damit auch die Malerei auf dem Kontinent maßgeblich beeinflusst – man denke nur an die atmosphärischen Bilder eines William Turner und deren Bedeutung für die Impressionisten. Andere Richtungen, wie etwa die parallel zum Kubismus und italienischen Futurismus entstandene Avantgarde-Bewegung des „Vortizismus“, sind hierzulande eher unbekannt geblieben. Im Anschluss an unsere Seminarreihe zur französischen Malerei wollen wir daher nun die Geschichte der Kunst Englands vom 18. Jahrhundert über die Präraffaeliten des mittleren 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg systematisch verfolgen.

Am Beginn der sechsteiligen Reihe steht die Kunst des 18. Jahrhunderts. Der bedeutendste Maler der ersten Jahrhunderthälfte war William Hogarth (1697–1764), der mit seinen erzieherisch gedachten Alltagsmotiven eine „bürgerliche“ Alternative zur klassischen Historie anstrebte. Auch nach Gründung der Royal Academy 1768 konnte die Historienmalerei in England nur schwer Fuß fassen. Vielmehr dominierten mit Porträt und Landschaft Gattungen, in denen ein selbstbewusstes Bürgertum sein Bild von Land und Leuten zum Ausdruck bringen konnte. Die anspielungsreichen Rollenporträts des ersten Akademiepräsidenten Joshua Reynolds (1723–1792) stehen hier den malerischen Bildnissen Thomas Gainsboroughs (1727–1788) gegenüber, in denen Mensch und Natur auf eine Weise miteinander verwoben werden, die bereits den Impressionismus vorausahnen lässt.

Die Veranstaltung findet im Seminarraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 15. Februar 2014, 13 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich