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Künstlerinnen – Die andere Seite der Moderne. Teil IV: Die 1950er und 1960er Jahre

Seminarreihe mit Dr. Annegret Friedrich
23. Februar 2014 - 23. März 2014 (11.00 Uhr - 14.00 Uhr)

Verglichen mit der Aufbruchsstimmung der 1920er Jahre erscheinen die ersten beiden Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg eher als „bleierne Zeit“, insbesondere was die Entfaltungsmöglichkeiten von Künstlerinnen und deren Würdigung im Kunstbetrieb betrifft. Im Westen trug die von den Medien propagierte Ideologie der amerikanischen Vorstadthausfrau maßgeblich dazu bei, emanzipatorische Bestrebungen zu desavouieren. Patriarchale Künstlermythen haben Virilität und künstlerische Potenz miteinander verquickt, wofür die dezidierte Heldenverehrung eines Pablo Picasso oder Jackson Pollock exemplarisch stehen mag. Es sollte noch einige Zeit dauern, bis Simone de Beauvoirs Diktum von 1954 „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“ Früchte tragen sollte.

So sind es allesamt „Ausnahmefrauen“, die in dieser Zeit – allen Widrigkeiten zum Trotz – Erstaunliches geleistet haben. Begleitend zu den großen Ausstellungen zu Eva Hesse und Gego wollen wir in unserer Seminarreihe weitere Künstlerinnen der 1950er und frühen 1960er Jahre in den Blick nehmen. Wir wollen untersuchen, in welchem Verhältnis ihr Werk zur jeweiligen Avantgarde steht, welche zeitgenössische – oder verspätete – Rezeption sie erfahren haben, und inwiefern das Denken über Abstraktion, Reinheit und Materialität zutiefst geschlechtsspezifisch grundiert ist.

I. Geschlechterrollenbilder der 1950er Jahre in Literatur, Film, Werbung und Mode
II. Die Bildhauerinnen Louise Nevelson, Barbara Hepworth, Germaine Richier und Louise Bourgeois
III. Malerinnen des Abstrakten Expressionismus, der Minimal und Op Art: Lee Krasner, Elaine de Kooning, Joan Mitchell, Helen Frankenthaler, Agnes Martin und Bridget Riley
 

LEITUNG Dr. Annegret Friedrich
TERMINE Sonntag, 23. Februar, 9. März, 23. März 2014, jeweils 11 bis 14 Uhr
KOSTENBEITRAG 60 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 15 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Annegret Friedrich
Dr. Annegret Friedrich
Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Musikwissenschaft in Karlsruhe, Tübingen und Hamburg; Promotion 1993. Lehrte an der HBK Braunschweig und den Universitäten Trier, Gießen und Hamburg; lebt seit 2008 als freiberufliche Dozentin und Studienreiseleiterin in Hamburg.