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Leben im Surrealismus: Mein Vater, der Sammler, Künstler und Kurator Roland Penrose

Podiumsgespräch mit Antony Penrose und Dr. Annabelle Görgen-Lammers
09. Oktober 2016 (11.00 Uhr - 12.30 Uhr)
keine Anmeldung notwendig
in englischer Sprache

Der englische Künstler und Kurator Roland Penrose (1900–1984) hat zu Lebzeiten eine Sammlung zusammengetragen, die bis heute als eine der bedeutendsten im Bereich surrealistischer Kunst überhaupt gilt. Als Sammler ließ er sich dennoch nur ungern bezeichnen; seine Sammlung habe sich gewissermaßen „selbst gesammelt“.

Aus dieser Äußerung spricht das für ihn typische britische Understatement. In ihr spiegelt sich aber auch das Zustandekommen seiner Sammlung, die sich weniger einem systematischen Plan oder gar spekulativem Interesse verdankte als vielmehr den unmittelbaren Lebensumständen. 1922 war Penrose zum Kunststudium nach Paris gekommen; über seine erste Frau, die surrealistische Dichterin Valentine Boué, wenig später über seine Freundschaft mit Max Ernst kam er mit dem Kreis der Surrealisten in Kontakt. Intensiv zu sammeln begann er allerdings erst ab 1935, als seine Künstlerfreunde die finanzielle Unterstützung tatsächlich bitter nötig hatten.

Wenig später lernte Penrose seine zweite Frau, die unkonventionelle amerikanische Photographin Lee Miller, kennen. Mit Kriegsbeginn lebten die beiden in London; Lee Miller setzte jedoch zunächst ihre eigene Karriere als Photographin für die „Vogue“ und später als Kriegs­berichterstatterin der US-Armee in Europa fort. Nach dem Krieg bezog das Künstlerpaar das Anwesen Farley Farm House in Sussex, das schon bald einem kleinen Privatmuseum gleichen sollte (und heute übrigens öffentlich zugänglich ist): Max Ernst, Pablo Picasso, Henry Moore, Leonora Carrington und viele andere waren hier zu Gast und hinterließen ihre Spuren.

Antony Penrose erzählt die Geschichte seines Vaters mit Bildern seiner Mutter Lee Miller (in engl. Sprache). Die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Annabelle Görgen-Lammers, führt in die Matinee ein, moderiert und übersetzt.

IM GESPRÄCH Antony Penrose (Direktor, The Lee Miller Archives and The Penrose Collection), Dr. Annabelle Görgen-Lammers (in engl. Sprache)
TERMIN Sonntag, 9. Oktober 2016, 11 bis 12.30 Uhr (Einlass ab 10.30 Uhr)
ORT Werner-Otto-Saal
KOSTENBEITRAG kostenfrei (für Nichtmitglieder zzgl. Eintritt)
keine Anmeldung erforderlich

Dr. Annabelle Görgen-Lammers
Dr. Annabelle Görgen-Lammers
Studium der Kunstgeschichte und Museumspädagogik in Hamburg, Paris und Braunschweig; Dissertation über den Surrealismus. 1999 bis 2001 Volontärin an der Hamburger Kunsthalle. Im Anschluss Gastprofessur an der HbK Braunschweig und freie Kuratorin; seit 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hamburger Kunsthalle.