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#2587

Zur Diskussion: Das Forschungsprojekt Anita Rée


01. Februar 2018 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)

Die Retrospektive in der Hamburger Kunsthalle hat unseren Blick auf Anita Rée verändert. Galt sie zuvor in erster Linie als regionale Größe, so wird nun ihr eigener, internationaler Anspruch auch im Werk sichtbar. Wurde sie bislang zumeist als Opfer – der politischen Umstände, ihres Geschlechts oder ihrer Religionszugehörigkeit – verstanden, so erkennen wir jetzt eine Künstlerin, die sich aktiv und ausgesprochen reflektiert mit der Kunst ihrer Zeit sowie den großen Meistern der Vergangenheit auseinandergesetzt hat.

Möglich gemacht wurde dieser Perspektivwechsel nicht allein durch die Ausstellung, sondern auch durch das sie vorbereitende und begleitende Forschungsprojekt, das ausgedehnte kunsthistorische Recherchen – u. a. in zahlreichen Archiven – ebenso umfasste wie umfangreiche kunsttechnologische Untersuchungen. Eindrücklich rückt so das Museum als Forschungsinstitution wieder in den Fokus.

Doch was heißt überhaupt Forschung am Museum genau? Welche Bedingungen braucht es dafür? Wie können sich museale und universitäre Forschung ergänzen? Welche Erkenntnisse konnten hinsichtlich des Werks von Anita Rée gewonnen werden, und welche neuen Fragen stellen sich nun, etwa was das intellektuelle Umfeld der Künstlerin, ihre Stellung innerhalb der Malerei der Neuen Sachlichkeit oder ihre Rolle für die Hamburger Kunstgeschichte betrifft?

Darüber diskutieren Christoph Martin Vogtherr, Direktor der Hamburger Kunsthalle, Karin Schick, Leiterin der Sammlung Klassische Moderne und Kuratorin der Ausstellung, sowie die zuständigen Mitarbeiterinnen der Restaurierungsabteilung. Als Gäste sind außerdem dabei: Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung, und Uwe Fleckner, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und Leiter des Warburg-Hauses.

IM GESPRÄCH Dr. Karin Schick, Dipl.-Rest. Silvia Castro, Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr, Prof. Dr. Uwe Fleckner, Dr. Sebastian Giesen
MODERATION Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 1. Februar 2018, 19 bis 20.30 Uhr
ORT Werner-Otto-Saal
KOSTENBEITRAG Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich (Nichtmitglieder zahlen den Eintritt in die Hamburger Kunsthalle)