Toggle Menu

KmK! Die Poesie der Venezianischen Malerei


27. April 2017 (19.00 Uhr - 20.00 Uhr)
keine Anmeldung notwendig

Kaum ein Name ist so eng mit der venezianischen Malerei der Renaissance verbunden wie der Tizians. Er steht für kräftige, eindrucksvolle Farben und eine bis dahin ungeahnte Lebendigkeit in Darstellung und Malweise, häufig mit einer freien, beinahe skizzenhaft wirkenden Pinselführung. Ein – zu Unrecht – heute weitestgehend in Vergessenheit geratener Name der venezianischen Malerei ist der von Paris Bordone, dem virtuosen Schüler Tizians, der im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle steht. Er gehört zu den wichtigsten Protagonisten in der Entwicklung neuer Bildthemen, die auf antike und zeitgenössische Poesie Bezug nehmen. Zum ersten Mal seit 2011 widmet die Kunsthalle wieder „Alten Meistern“ eine Sonderausstellung.

Neben Venedig war auch Florenz ein kulturelles Zentrum der italienischen Renaissance. Die moderne venezianische Malweise, insbesondere der schroffe Stil des alten Tizians, schienen beim florentinischen Kunstpublikum für Verwirrung zu sorgen. Giorgio Vasari begegnet Tizian in den „Lebensbeschreibungen der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten“ zwar mit höchstem Lob, sprach aber die dringliche Empfehlung aus, man möge sich dessen Gemälde nur auf Distanz und nicht aus der Nähe ansehen, weil man sonst nichts als Flecken erkennen könne.

Wir machen die Gegenprobe und sehen uns die venezianische Malerei so nah an, wie es uns die Laserschranken der Kunsthalle erlauben.

FÜHRUNG Florian Freimann
TERMIN Donnerstag, 27. April 2017, 19 Uhr
ORT Hamburger Kunsthalle
KOSTEN 3 € für Studenten, Mitglieder frei