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Venedig. Stadt der Künstler


12. Januar 2017 (18.30 Uhr - 20.00 Uhr)

Führung mit Dr. Katharina Ferus

Venedig sehen und sterben. Ein Klischee, abgedroschen, verstaubt, einfach hoffnungslos veraltet. Denkt man so. Und dann ertappt man sich dabei, wie man die hundertste Gondel knipst und zum x-sten Mal den Sonnenuntergang über der Lagune anschmachtet. Und, ja, sogar die Tauben auf dem Markusplatz sind pittoresk. Sie gehören einfach dazu. Für besser Seher und besser Reiser sind es dann die Insiderecken: der heimliche Sprizz-Stop am Kanal, das versteckte Museum, die verwunschene Kirche.

All das ist eingebettet in eine geradezu hoffnungslos stimmungsvolle Stadt, die sich als ein Geflecht von Gassen und Plätzen, von Stegen und Brücken zwischen Himmel und Erde erstreckt und an ein kostbares Gespinst zartester Spitze erinnert. Kein Wunder, dass sich die Künstler an dieser einmaligen Synthese von Kultur und Natur nicht satt sehen konnten und über Jahrhunderte hinweg, von der frühen Neuzeit bis in die Moderne hinein, versucht haben, den Zauber der Lagunenstadt einzufangen.

„Venedig. Stadt der Künstler“ im Bucerius Kunst Forum dokumentiert mit rund 110 Exponaten die anhaltende Faszination, die von dem Wasser, den Schiffen und Prozessionen, der Stadtkulisse und ihrer Spiegelung in den Kanälen ausgeht. Von der repräsentativen Vedute über die impressionistische Malerei bis in die Gegenwart hat die Kunst unser Bild von Venedig geprägt.

Mit Venedig-Bildern von Vittore Carpaccio, Canaletto, Giambattista Tiepolo, William Turner, John Ruskin, Claude Monet, Wassily Kandinsky, Candida Höfer, Gerhard Richter und vielen anderen nimmt die Ausstellung erstmals nicht nur die Malerei der venezianischen Schule in den Blick, sondern widmet sich der gesamteuropäischen Dimension der künstlerischen Rezeptionsgeschichte Venedigs vom 16. Jahrhundert bis heute.

FÜHRUNG Venedig. Stadt der Künstler
TERMIN Donnerstag, 12. Januar 2017, 18.30 bis 20.00 Uhr
LEITUNG Dr. Katharina Ferus
ORT Bucerius Kunst Forum
KOSTENBEITRAG 15 Euro, Studierende bis 30 Jahre 12 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (inkl. Eintritt)