Toggle Menu

Max Pechstein. Künstler der Moderne

Führung mit Katharina Ferus
11. Juni 2017 (15.30 Uhr - 17.00 Uhr)

Er war nicht ganz so populär wie seine Künstlerkollegen. Dabei war Max Pechstein (1881–1955) doch Mitglied jener Künstlervereinigung, die mittlerweile zur Legende geworden ist: der Dresdner „Brücke“, der er 1906 beigetreten ist. Ja, unter ihnen war er sogar der einzig akademisch ausgebildete Maler. Doch obwohl der Expressionismus seit Jahren Hochkonjunktur hat, steht Pechstein bislang immer noch etwas im Hintergrund.

Das will die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum nun ändern. Anhand von rund 90 Werken, darunter 30 Gemälde, zeigt sie seine künstlerische Entwicklung, die sich mit jedem Aufenthaltsort ein wenig geändert hat. Ist er in Paris Fauvismus und Kubismus, Van Gogh und Gauguin begegnet, so zog er mit den Brücke-Künstlern hinaus in die Natur. Neben großstädtischen Szenen stehen Stillleben und Landschaften, die in prächtigen Farben erglühen.

Sieht man heute Max Pechstein meist im Schatten der bekannteren Weggefährten Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, so galt er vielen Zeitgenossen als der wahre Künstler der Moderne; er war einer der erfolgreichsten Maler seiner Generation. Pechstein setzte sich intensiv mit der internationalen Avantgarde auseinander, er war vertraut mit modernsten Bildmitteln, die er in seine eigene expressionistische Bildsprache zu übersetzen verstand. Auch die Eindrücke einer Südseereise fanden Eingang in sein Werk.

Katharina Ferus wird uns durch die Schau führen, die sich ganz auf die expressionistischen Werke fokussiert. Dabei werden wir nicht nur der Diskrepanz zwischen seinem frühen Publikumserfolg und der aktuellen Rezeption nachgehen, sondern auch die Ausstellung selbst befragen: Welche Seiten seines Facettenreichtums werden gezeigt, welche bleiben nach wie vor im Dunkeln?

FÜHRUNG Max Pechstein. Künstler der Moderne
TERMIN Sonntag, 11. Juni 2017, 15.30 bis 17 Uhr
LEITUNG Dr. Katharina Ferus
ORT Bucerius Kunst Forum
KOSTENBEITRAG 15 Euro, Studierende bis 30 Jahre 12 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (inkl. Eintritt)