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Museen in Hamburg I: Museum für Völkerkunde


21. Januar 2016 (18.30 Uhr - 20.30 Uhr)

Eines der größten Völkerkundemuseen in Europa ist das Hamburger Museum für Völkerkunde an der Rothenbaumchausse. Es versteht sich als Symbol für die Weltoffenheit der Hansestadt, in der immerhin Menschen aus 150 Nationen leben. Unter dem Motto „Ein Dach für alle Kulturen“ bietet es heute ein Forum der Begegnung von Menschen verschiedener Völker und Kulturen.

Das 1879 gegründete Museum umfasst eine Sammlung von rund 600.000 Objekten und historischen Dokumenten. Es entstand aus einer kleinen ethnographischen Sammlung, die sich 1842 in Besitz der Stadtbibliothek befand. Diese Sammlung wurde später durch den Naturhistorischen Verein betreut, 1871 in „Culturhistorisches Museum“ umbenannt und zog, gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum, in das Johanneum um. 1879 wurde das heutige Museum für Völkerkunde offiziell gegründet und erhielt 1912 in dem von Albert Erbe an der Rothebaumchausse errichteten Bau seine Bleibe.

Unter dem heutigen Direktor Prof. Dr. Wulf Köpke hat sich das Museum in eine Begegnungsstätte auf Augenhöhe entwickelt. Es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der den traditionellen westlichen Blick auf fremde Völker über Vitrinen und Objekte öffnet zu einem wechselseitigen Verständnis. Der verklärenden oder gar paternalistischen Betrachtung setzt es einen Austausch entgegen. Das Museum redet nicht über das Fremde, sondern bezieht es ein, setzt sich mit anderen Sichtweisen auseinander, spiegelt auch unsere eigene Kultur und Wahrnehmung in fremden Augen. Es lädt Angehörige aus Hamburg der gerade im Museum gezeigten Kulturen dazu ein, ihre eigenen Ansichten zu präsentieren. Angehörige anderer Völker, die nicht in Hamburg präsent sind, können Ausstellungen vorbereiten.

Der Direktor Prof. Dr. Wulf Köpke wird uns persönlich durch sein Haus führen, uns die Sammlung zeigen und über die ethnologische Forschung und den Blick auf das Fremde im Zeitalter der Globalisierung sprechen.


Prof. Dr. Wulf Köpke, geb. 1962, Studium der Ethnologie, Südosteuropäische Geschichte und Vergleichende Musikwissenschaften, Seit 1973 in verschiedenen Funktionen im Berliner Museum für Völkerkunde, seit 1986 Leiter der Abteilung Europa. Seit 1992 Direktor des Museum für Völkerkunde Hamburg. Zahlreiche Forschungen in den Ländern des westlichen Mittelmeergebietes, in der Türkei, in Südindien und Südamerika. Zahlreiche Publikationen, u.a. „Das gemeinsame Haus Europa“, ein Standardwerk zur Diskussion „Was ist Europa, wer ist Europäer“.

DIRKEKTORENFÜHRUNG Museen in Hamburg I: Museum für Völkerkunde
TERMIN Donnerstag, 21. Januar 2016, 18.30 bis 20.30 Uhr
LEITUNG Prof. Dr. Wulf Köpke
ORT Museum für Völkerkunde
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (inkl. Eintritt)