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Clemens von Wedemeyer. Orte unter Einfluss

Künstlergespräch mit Clemens von Wedemeyer
10. November 2016 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)
ausgebucht

Opulent sind seine Videoinstallationen, sie zergehen einem förmlich auf den Augen. Clemens von Wedemeyer ist aktuell einer der wichtigsten Videokünstler und Filmemacher. Seine Arbeiten gehen oft von einem konkreten Ort aus, den er zum Anlass nimmt, um sich mit Erinnerung, Machtstrukturen und Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei reflektiert er den Film als großangelegte Wunschmaschine, die eben auch dort Fiktionen produziert, wo sie vorgibt, Fakten zu zeigen. Dokumentarisches und Cineastisches, Nüchternheit und Opulenz greifen nahtlos ineinander.

Doch damit nicht genug. In den meist installativen Präsentationen seiner Arbeiten zwingt von Wedemeyer den Betrachter, sich physisch zum Gesehenen – und damit auch zum Geschehenen – zu verhalten, seine Position zu verändern. Er erweitert damit die Frage nach der Entstehung von Geschichte(n) von der Leinwand in den Zuschauerraum und den Kopf des Betrachters hinein und thematisiert den Raum dazwischen als Bühnenraum dieser vielschichtigen Aufführung.

Clemens von Wedemeyer. Orte unter Einfluss ist die erste Einzelausstellung des 1974 geborenen documenta-Teilnehmers in einem deutschen Museum. Die Kuratorin Petra Roettig spricht mit dem Künstler über Orte und Grenzen – im Film und in der gesellschaftlichen Realität.

KÜNSTLERGESPRÄCH Clemens von Wedemeyer
MODERATION Dr. Petra Roettig
TERMIN Donnerstag, 10. November 2016, 19 bis 20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende bis 30 Jahre 9 Euro (für Nichtmitglieder zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Clemens von Wedemeyer
Clemens von Wedemeyer
Lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig, wo er seit 2013 als Professor für Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst tätig ist. Wedemeyer studierte Fotografie und Medien an der Fachhochschule Bielefeld und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.