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Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre

Führung mit Dr. Katharina Ferus
04. April 2019 (19.15 Uhr - 20.45 Uhr)
abgesagt

Der erste Weltkrieg war ein Schock. Und nach der Katerstimmung setzte die große Ernüchterung ein. Der Blick auf die Welt wurde schnörkellos, vorbei war das Schwelgen in Fantasien. Das zeigt sich sowohl in der Malerei als auch in der Fotografie. Der gefühlsbetonte Expressionismus machte einem kühlen Realismus Platz, der die Ambivalenzen der Weimarer Republik scharf in den Blick nimmt.

Neues Sehen und Neue Sachlichkeit –  das eine durch die Kameralinse und das andere mit Pinsel und Palette – sind berühmt, jedes für sich. Im Neuen Sehen emanzipierte sich die Fotografie vom stimmungsvollen Piktorialimsus und besann sich auf ihre eigenen Möglichkeiten: anstatt die Malerei nachzuahmen, inszenierte sie die Gegenstände durch spannungsreiche Licht-Schatten-Kontraste und steile Perspektiven. Die Maler blickten illusionslos auf die Welt und inszenierten das sprichwörtliche Nebeneinander von Glanz und Gloria der 1920er Jahre.

Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre im Bucerius Kunst Forum stellt nun zum ersten Mal die beiden Gattungen einander gegenüber und zeigt die starken Wechselwirkungen, die sich zwischen Malerei und Fotografie entwickelt haben. So modern das Neue Sehen und so eigentümlich altmeisterlich die Neue Sachlichkeit auch wirken mögen, haben sie ungeheuer viel gemeinsam, wie diese großartige Entdeckungsreise vor Augen führt.

FÜHRUNG Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre
LEITUNG Katharina Ferus
TERMIN Donnerstag, 4. April 2019, 19.15 bis 20.45 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Bucerius Kunst Forum, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich